So schlecht versuchte Drogen-Lenker (19) Urin zu faken

Ein 19-Jähriger gestand einen Joint geraucht zu haben, musste aber dennoch zum Drogentest. (Symbolbild).
Ein 19-Jähriger gestand einen Joint geraucht zu haben, musste aber dennoch zum Drogentest. (Symbolbild).Getty Images/iStockphoto
In Linz hielt die Polizei einen Drogen-Lenker auf, nahm ihm den mitgeführten Kunsturin ab. Der Versuch beim Drogentest dennoch zu täuschen misslang. 

Der Schmäh mit dem Kunsturin scheint unter Drogenlenkern gerade weit verbreitet. Erst Anfang Oktober versuchte ein 20-Jähriger aus Gmunden die Amtsärztin mit Fake-Urin übers Ohr zu hauen, ließ sich den in einer Handseife getarnten "Clean Urin" sogar noch von der Familie zur Polizeidienststelle bringen. Auch hier war der Trick aber zu offensichtlich und flog auf. Wir berichteten

Nicht viel besser war da der Versuch eines 19-jährigen Pkw-Lenkers aus Linz. Der Bursch war Freitag gegen 2 Uhr früh von der Polizei angehalten worden. Den Beamten war sofort klar, dass der Mann unter Drogen stand und der Linzer gestand das auch sofort. Er habe Marihuana geraucht, der Konsum liege aber schon etwas länger zurück, so der 19-Jährige zu den Polizisten.

Kaltes Leitungswasser statt Harnprobe

Dann übergab er den Polizisten ein Säckchen mit Kunsturin, das er mit sich im Auto geführt hatte – "ganz freiwillig", so die Polizei. Ein Drogenschnelltest bzw. Urintest auf der nächsten Polizeidienststelle blieb ihm aber dennoch nicht erspart. Und weil der 19-Jährige ja seinen einzigen und letzten Trumpf selbst aus der Hand gegeben hatte, musste er sich rasch was einfallen lassen.

Die Idee: statt Urin einfach Wasser abgeben. Am WC "in der Polizeiinspektion Nietzschestraße füllte er anstelle seines Harns kaltes Leitungswasser in den Messbecher und versuchte so die Probe zu verfälschen", erklärt die Polizei OÖ.

Den Polizisten aber fiel das natürlich gleich auf, weshalb der 19-Jährige zur weiteren Überprüfung der Amtsärztin vorgeführt wurde. Und die bestätigte, was man ohnehin schon wusste: der Bursch stand unter Drogen und war damit fahruntauglich. Ihm wurde der Führerschein abgenommen und angezeigt.

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