Käse zählt zu den vielseitigsten Lebensmitteln überhaupt - und ist gleichzeitig eines der meist unterschätzten. Der Grund: Im Supermarkt wandert oft immer das gleiche Produkt in den Einkaufswagen. Die Pasta sättigt, der Auflauf gelingt, aber geschmacklich bleibt viel liegen.
Dabei entscheidet die Wahl der Sorte darüber, ob ein Gericht nur okay oder richtig gut wird. Denn nicht jeder Käse verhält sich beim Kochen gleich.
Laut chip.de gibt es dabei eine grundlegende Unterscheidung: Extrahartkäse wie Parmesan schmilzt schlecht, eignet sich aber hervorragend zum Binden von Saucen. Hartkäse wie Gruyère schmilzt besser und ist ideal zum Würzen oder Überbacken mit Charakter. Schnittkäse wie Gouda schmilzt sehr gut und eignet sich perfekt für Aufläufe.
Ein guter Auflauf lebt von zwei Dingen: einer cremigen Basis und einer aromatischen Kruste. Die beste Lösung ist ein Mix aus Schnittkäse für die Cremigkeit und Hartkäse für den Geschmack. Ein häufiger Fehler: Extrahartkäse allein zum Überbacken. Er verbrennt schnell und sollte besser unter die Masse gemischt werden.
Nicht jede Sorte passt zu jeder Nudel. Die Orientierung sollte an der Sauce erfolgen. Für Pilzgerichte empfiehlt sich Parmesan - er ergänzt die erdigen Noten, ohne sie zu überdecken. Für cremige Pasta eignen sich milde Sorten, die den Eigengeschmack nicht übertönen.
Wer Käse direkt in eine Sauce einarbeitet, sollte auf die Balance achten. Ein bewährter Ansatz: Kombinationen aus gereiftem Gruyère und einem cremigen Schnittkäse ergeben besonders stabile, sämige Ergebnisse.
Bei sehr feinen Gerichten wie Fisch oder leichtem Gemüse kann Käse schnell dominieren. Hier ist Zurückhaltung gefragt. Und manche Sorten sind einfach zu gut, um sie zu verarbeiten - etwa lange gereifte Hartkäse. Sie entwickeln über Monate eine aromatische Tiefe, die beim Erhitzen verloren geht.