Brian Hitchens aus Florida hatte seine feste Meinung über das Coronavirus. Er glaubte nicht daran, dass die Pandemie echt sei, vielmehr ein Scherz der Regierung, wie der lokale TV-Sender WPTV berichtet. Als sich aber sowohl Hitchens als auch seine Frau mit dem Virus infizierten und ins Krankenhaus gebracht werden mussten, änderte er seine Meinung. Das Pflegepersonal forderte die beiden auf, das Virus und die damit verbundenen Gefahren nun ernst zu nehmen.
„"Jetzt zahle ich den Preis dafür"“
Dem Sender sagte der einstige Corona-Skeptiker, dass er anfänglich geglaubt habe, die Regierung versuche, von anderen Sachen abzulenken, mehr noch, etwas zu vertuschen. Er sagte außerdem: "Gott ist größer, als dieses Virus jemals sein wird."
Die Erlebnisse, die das Virus mit sich brachte, nahmen ihn aber schwer mit. "Niemand soll das durchmachen, was ich durchmachen musste", so Hitchens. "Das ist keine Schreckensstrategie, keine erfundene Sache. Meine Frau hängt seit drei Wochen am Beatmungsgerät. Es ist wirklich hart." In einem Facebook-Post, der viral ging, bereut er, keine Maske getragen zu haben und schreibt, dass er "jetzt vielleicht den Preis dafür zahle". Er warnt alle eindringlich, sich so "dumm" zu verhalten wie er.
Noch immer befindet sich das Paar in ärztlicher Behandlung im Palm Beach Gardens Medical Center. Die beiden dürfen sich nicht sehen und es ist nicht klar, wann sie entlassen werden.
„Covid-19 in den USA“
Die Zahl der bekannten Coronavirus-Infektionen in den USA hat einer Zählung der Nachrichtenagentur Reuters zufolge am 18. Mai die Marke von 1,5 Millionen überschritten. Die Zahl der Todesfälle stieg auf über 90.000 , wie aus Daten der Bundesstaaten und der Landkreise hervorging.
Einer weiteren Reuters-Studie zufolge verzeichneten in der vergangenen Woche noch 13 der 50 Bundesstaaten einen Anstieg der Fälle zur Vorwoche. Im Regierungsbezirk um die Hauptstadt Washington gingen die Fälle um 32 Prozent zurück. In den USA wird wie in vielen anderen Ländern über die beste Strategie für eine Lockerung der Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie diskutiert.