Ein Mädchen spielte zu Hause die "Bestrafungen", die sie im Kindergarten Donaustadt erlebte, nach. Die Mutter schlug Alarm und der Fall kam 2014 endlich ins Rollen. Nun spricht die Mutter mit "Heute".
Ein Mädchen spielte zu Hause die "Bestrafungen", die sie im Kindergarten Donaustadt erlebte, nach. Die Mutter schlug Alarm und der Fall kam 2014 endlich ins Rollen. Nun spricht die Mutter mit "Heute".
"Wer beim Mittagessen nicht sitzen bleibt, wird festgeklebt!" Das sollen Betreuerinnen am Hubertusdamm Kindern gedroht haben – zwei Jahre lange, ohne das jemand davon erfuhr. Dann: "Meine Tochter hat zu Hause immer wieder ihre Puppe richtig fest mit Klebeband gefesselt", sagt eine Mutter. "So sind wir draufgekommen, was passiert ist. Für mich brach eine Welt zusammen." Die Kinder seien von 2012 bis 2014 auch immer wieder "zur Strafe" in ein gesperrt worden.
Lange blieb das verborgen, weil die damalige Gruppenleiterin K. die Kinder massiv eingeschüchtert haben soll. "Wer etwas zu Hause erzählt, muss morgen wieder ins Kammerl", soll sie den Dreijährigen gedroht haben. Im Protokoll der Staatsanwaltschaft, das "Heute" vorliegt, bestätigt eine Zeugin die Vorwürfe. "Zwei- oder dreimal" habe sie gesehen, dass ein Kind "am Sessel fixiert" wurde. Das Team wurde 2014 entlassen. Die Ermittlungen wurden nun eingestellt. Doch die Eltern beantragten die Fortführung des Verfahrens. Jetzt muss ein Richter entscheiden.