So sieht das echte Leben mancher Osterhasen aus

Neues Videomaterial, das Kaninchen eng zusammengepfercht in Käfigen zeigt, lässt Tierschützer auf die Barrikaden steigen. Gefordert wird ein EU-weites Verbot der Käfighaltung.

Gerade jetzt vor Ostern sind wieder überall entzückende Bilder von niedlichen Hasen und Kaninchen in der freien Natur zu sehen. Die Wahrheit sieht leider oft anders aus, wie Tierschützer anprangern.

So ist laut Vier Pfoten für europäische Mast- und Zuchtkaninchen die Käfighaltung gang und gäbe. Videoaufnahmen aus Italien zeigen, wie die Tiere auf engstem Raum in Käfigen hinter Maschendrahtgittern zusammengepfercht werden. Den Kaninchen bleibt weniger als ein A4 Blatt an Platz zur Verfügung.

Kein Hoppeln auf der Wiese

"Sie können nicht einmal aufrecht stehen, geschweige denn laufen, hoppeln oder irgendeines ihrer natürlichen Verhaltensweisen ausleben", heißt es in einem Bericht der Tierschutzorganisation.

Dass innerhalb der EU solche Verhältnisse erlaubt sind, sei absolut inakzeptabel. Nutztierkampagnenleiterin des Vereins, Nina Jamal, führt aus: "Es betrifft nicht nur Kaninchen. Insgesamt leben in der EU mehr als 300 Millionen Tiere in Käfigen. Es ist höchste Zeit, die Käfighaltung in der EU zu beenden!"

Petition gegen Käfighaltung

Neben Hasen und Kaninchen müssen auch Legehennen, Schweine, Gänse, Enten und andere Tiere zum Teil ein elendes Dasein in Käfigen fristen. Vier Pfoten möchte dem mit der Bürgerinitiative "End the Cage Age" ein Ende setzen.

700.000 Bürger in ganz Europa haben schon unterschrieben. Das Ziel sind eine Million Unterschriften bis September, die dann der EU-Kommission vorgelegt werden sollen. (ek)

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