So startet ESC-Legende Thomas Forstner jetzt neu durch

1989 belegte Thomas Forstner mit dem Titel "Nur ein Lied" den 5. von 22 Plätzen beim Eurovision Song Contest.
1989 belegte Thomas Forstner mit dem Titel "Nur ein Lied" den 5. von 22 Plätzen beim Eurovision Song Contest.Ali Schafler / First Look / picturedesk.com
Mit dem 5. Platz beim ESC avancierte er 1989 zum Superstar. Jetzt startet Thomas Forstner mit einem relaxten Sommer-Song neu durch.  

Nachdem er 1989 mit "Nur ein Lied" und einem fünften Platz beim Song Contest über Nacht eine unglaubliche Welle der Euphorie losgetreten hatte, gab es zwei Jahre später eine knallharte Landung. "Zero points" hieß es für ihn beim weltgrößten Gesangswettbewerb, diesmal in Rom. Jetzt will es Thomas Forstner wieder wissen!

Lavanttal als Motivationsquelle

Die Haare sind etwas länger, das Bärtchen erinnert an Khal aus "Games of Thrones", doch die Stimme ist unverkennbar. "Es ist ein Neu-Start, aber kein Comeback. Denn sonst müsste ich ja Schlager singen", stellt der inzwischen 51-Jährige am "Heute"-Telefon gleich einmal klar. Dafür meldet er sich jetzt mit einem entspannten und eingängigen Sommer-Song erfolgreich zurück.

"Vor vier Jahren haben wir [Forstner ist seit 2009 mit seiner langjährigen Lebensgefährtin Bianca verheiratet] unseren Lebensmittelpunkt nach Kärnten verlagert, dort sind wir jetzt wirklich gut angekommen. Unsere Lebensqualität hat sich massiv erhöht, dadurch hatte ich auch mehr Motivation, Energie und Freude daran, wieder öffentlich Musik zu machen", erzählt uns der Sänger. Das Ergebnis, "Summer Dream", kann sich auch mehr als hören lassen.

"Da kommt noch mehr"

Der Song soll, in Pandemiezeiten wichtiger denn je, gute Laune verbreiten und das Publikum daran erinnern, dass man sich nicht allzu sehr über Dinge aufregt, die man nicht ändern kann. "Relaxed bleiben, das Leben genießen, denn 'Life is good'!“ so Forstner über die zentrale Botschaft des Songs.

Gemeinsam mit seinem Produzenten und Freund Charly Raneg will er auch weiterhin an neuen Songs feilen. "Da kommt noch mehr", erklärt der Wahlkärntner, der damit seine Vielfältigkeit als Künstler unter Beweis stellen möchte. "Ich fange ja quasi bei Null an, dafür hab ich jetzt die Freiheit, nach Lust und Laune Dinge ausprobieren zu können." 

Immer noch glühender ESC-Fan

Mit dem Song Contest hat er mittlerweile Frieden geschlossen. "Eigentlich habe ich daran größtenteils sehr gute Erinnerungen, bis auf die Wertung beim zweiten Mal", lacht Forstner, und schildert noch einmal die Ereignisse an diesem 4. Mai 1991. Der Tag, an dem nicht nur Venedig im Regen stand (siehe Video unten): "Alles, was schiefgehen konnte, ist an diesem Abend passiert. Der Bühnensound war so gut wie nicht vorhanden, es war einfach nur laut, die Monitorboxen waren ausgefallen - aber das passiert eben, wenn man live auf einer Bühne singt, damit muss man leben". Abgehakt.

Und den ESC heuer sieht er sich an? "Natürlich", so der 51-Jährige. Auch wenn das Ausscheiden Vincent Buenos ihn schon sehr überrascht hat. Doch wer könnte es besser wissen als er, dass der Song Contest eben seine eigenen Gesetze hat.

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