Gehamstert? So sollst du deine Vorräte einräumen

Die Konsumentenschützer der AK geben Tipps, wie man richtig "hamstert".
Die Konsumentenschützer der AK geben Tipps, wie man richtig "hamstert".Bild: iStock
Man sollte derzeit ja nicht zu oft in den Supermarkt gehen. Dafür gleich mal eine größere Menge kaufen oder liefern lassen. Die AK hat Tipps, wie man richtig hamstert.
Es ist ja so: Viele Österreicher gehen derzeit eher selten in den Supermarkt und kaufen dafür gleich viel mehr ein. Was auch gut ist, um unnötige Kontakte zu vermeiden.

Allerdings ist eine häufige Folge: Das Essen liegt daheim (falsch gelagert) herum, wird schlecht. Es muss viel in die Mülltonne. Damit das nicht passiert, haben die Experten der Arbeiterkammer OÖ ein paar Tipps zusammengestellt.

"Kaufen Sie vor allem solche Lebensmittel als Vorrat ein, die Sie auch normalerweise essen. Achten Sie bei frischen Produkten darauf, dass das Mindesthaltbarkeitsdatum noch weit entfernt ist", empfiehlt die AK.

CommentCreated with Sketch. zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Und weiter: "Oftmals landen die Lebensmittel nach dem Einkauf erstmal irgendwo im Kühl- oder Küchenschrank. Hauptsache alles passt irgendwie rein." Ja das kennt man. Die AK mahnt aber: "Ein Fehler, der zu vorzeitigem Verderb oder Geschmackseinbußen führen kann."

Folglich lautet die erste wichtige Regel: "Neu gekaufte Vorräte im Regal immer nach hinten zu sortieren, damit ältere Lebensmittel automatisch zuerst verbraucht werden."

Trockene Lebensmittel wie Mehl, Teigwaren, Hülsenfrüchte und Reis sind ideal für die Vorratshaltung.

Diese sollten optimalerweise kühl, trocken und dunkel aufbewahrt werden. "Ungeöffnet sind Reis und Nudeln prinzipiell jahrelang haltbar".

Mehl sollte besser in ein luftdichtes Behältnis umgefüllt werden. Das hält Lebensmittelschädlinge und Feuchtigkeit fern.

So räumt man den Kühlschrank richtig ein



Leicht verderbliche Lebensmittel gehören in den Kühlschrank. Dabei ist zu beachten, dass dieser verschiedene Kältezonen hat.

Über der unteren Glasplatte ist es am kältesten. Dort lagern Fleisch, Wurst und Fischam besten.

Die Mitte ist für Käse und Milchprodukte optimal, der obere Teil für zubereitete Speisen, die Türen für Getränke, Butter, Eier, Marmelade, Senf, Ketchup und andere Saucen.

Das Gemüsefach ist für die meisten Gemüsesorten geeignet – nicht allerdings für Tomaten, Gurken, Melanzani, Zucchini, oder Kartoffeln. Und ebenso wenig für einige Obstsorten wie Ananas, Mangos, Bananen, Avocados und Zitrusfrüchte.

Verbrauchen statt Wegwerfen

Die AK warnt auch: "Kontrollieren Sie Ihren Lebensmittelvorrat alle zwei bis drei Monate auf Vorratsschädlinge. Diese können auch verschlossene Packungen befallen".

Wenn Sie feststellen, dass Lebensmittel demnächst ablaufen, verwerten Sie diese umgehend.

Allerdings: "Auch nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums (MHD) sind Lebensmittel nicht automatisch ein Fall für die Tonne, da sie – vor allem unter guten Bedingungen - meist länger haltbar sind als angegeben."

Verbrauchsdatum wichtig!



Anders ist es bei Produkten mit einem sogenannten Verbrauchsdatum ("zu verbrauchen bis"). Dieses haben vor allem sehr leicht verderbliche Waren wie Fisch, Faschiertes, oder Geflügelfleisch. Ein Lebensmittel, bei dem dieses Datum überschritten ist, gilt als nicht mehr sicher. Es sollte keinesfalls mehr gegessen, sondern sofort entsorgt werden!



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