So steht Österreich wirklich zum Rauswurf der Regierung

"Regierung muss weg" – das sieht die Mehrheit der Österreicher allerdings anders.
"Regierung muss weg" – das sieht die Mehrheit der Österreicher allerdings anders.Isabelle Ouvrard / SEPA.Media / picturedesk.com
Mehrere der Hofburg-Kandidaten warben damit, die Regierung zu entlassen und die Russland-Sanktionen zu beenden. Doch das denken die Österreicher.

Von den Bundespräsidenten-Kandidaten machten gleich mehrere mit dem Versprechen oder zumindest der Möglichkeit Stimmung, die Regierung zu entlassen oder entlassen zu können. Wie eine neue Umfrage zeigt, hätten MFG-Chef Michael Brunner, Blogger Gerald Grosz und zum Teil auch Rechtsanwalt Tassilo Wallentin und FPÖ-Kandidat Walter Rosenkranz wohl besser auf ein anderes Thema gesetzt. Fast die Hälfte der Österreicher (48 Prozent) sagen, der nächste Bundespräsident solle die Regierung nämlich nicht entlassen, weitere elf Prozent wissen es nicht.

Präsident soll politisch aktiver werden

Dem stehen 28 Prozent gegenüber, die wollen, dass der Bundespräsident die Regierung entlässt und Neuwahlen ausruft, 11 Prozent wollen ebenfalls eine Regierungsentlassung, aber dass dann "jemand anderer" mit der Regierungsbildung betraut wird. Das zeigt eine Befragung von Peter Hajeks Public Opinion Strategies unter 1.200 wahlberechtigten Österreichern (Schwankungsbreite +/- 2,8 Prozent). Ebenfalls interessant: 50 Prozent sagen, der Präsident solle sich mehr in die Tagespolitik einbringen, 39 Prozent sind mit dem aktuellen Maß zufrieden und vier Prozent wollen weniger Beteiligung.

Klares Nein zur Rücknahme der Russland-Sanktionen

Ob bei der Bundespräsidentenwahl 2028 eine Frau in die Hofburg einziehen soll, ist wiederum 40 Prozent "überhaupt nicht wichtig" und weiteren 23 Prozent "eher nicht wichtig". "Sehr wichtig" findet das nur jeder Zehnte (10 Prozent), 18 Prozent halten es für "eher wichtig". Und auch in Sachen Anschaffung der Russland-Sanktionen verfehlten offenbar viele Kandidaten den Wunsch der Österreicher. Nur 24 Prozent wollen sie "ganz zurücknehmen", weitere 12 Prozent zumindest "lockern". Aber: 17 Prozent wollen die Sanktionen gar noch verschärfen und weitere 30 Prozent "wie bisher fortführen".

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