So stellt sich Stronach Umwelt vor

Trotz Todesstrafen-Debatte hat Frank Stronach am Freitag das Umweltprogramm seiner Partei vorgestellt. Es gehe ihm um eine "bessere Balance zwischen Umwelt und Wirtschaft", erklärte der Gründer des Team Stronach, der dafür neun Experten versammelt hat. Die Politik müsse klare Regeln für nachhaltiges Wirtschaften vorgeben, die dann gemeinsam umgesetzt werden könnten, ist sein Credo: "Dadurch, dass ich jetzt in der Politik bin, kann ich das vielleicht mehr forcieren". Als eine der zahlreichen Maßnahmen schwebt dem Austro-Kanadier eine "Spezialuniversität" vor.

Trotz hat Frank Stronach am Freitag das Umweltprogramm seiner Partei vorgestellt. Es gehe ihm um eine "bessere Balance zwischen Umwelt und Wirtschaft", erklärte der Gründer des Team Stronach, der dafür neun Experten versammelt hat. Die Politik müsse klare Regeln für nachhaltiges Wirtschaften vorgeben, die dann gemeinsam umgesetzt werden könnten, ist sein Credo: "Dadurch, dass ich jetzt in der Politik bin, kann ich das vielleicht mehr forcieren". Als eine der zahlreichen Maßnahmen schwebt dem Austro-Kanadier eine "Spezialuniversität" vor.

Diese solle als "privat-öffentliche" Einrichtung eine Kooperation zwischen Wirtschafts- und Umwelt-Experten ermöglichen. Auf die Frage, ob er selbst diese Uni finanzieren woll, meinte Stronach allerdings: "Ich kann nicht das ganze Land finanzieren" - man müsse sich für dieses Projekt "zusammensetzen". Seine Mitarbeiterin Kathrin Nachbaur verwies auf Stronachs Kooperation mit der Universität Graz, wo mehrere Lehrstühle finanziert worden waren.

Der "Schutz unserer Kinder", etwa vor Chemikalien, findet sich ebenso im Programm wie "nachhaltiges Design, Architektur und Städte der Zukunft". Biologische Landwirtschaft wird hervorgehoben, aber differenziert betrachtet, das Auto soll zu "100% rezyklierbar werden" und auch "Bürgerbeteiligung und starke Demokratie" sind nach Ansicht des Experten-"Boards" wesentliche Nachhaltigkeitsfaktoren.

Erstellt wurde das Umweltprogramm vom Event-Organisator Georg Kindel. Zu den international tätigen Experten zählen unter anderem der emeritierte Biotechnologie-Professor Anton Moser, der schon für Josef Riegler (ÖVP) und dessen Ökosoziales Forum gearbeitet hat, der Nachhaltigkeitsforscher Alfred Strigl - ebenfalls im Ökosozialen Forum engagiert -, der deutsche Zukunftsforscher Edgar Göll, der Schweizer Klimaforscher Heinz Wanner, der Co-Erfinder des "Cradle-to-Cradle"-Konzepts Michael Braungart oder Mathis Wackernagel vom "Global Footprint Network. Die Anwesenden zeigten sich überzeugt, dass Stronach mit seiner Initiative neue Wege beschreite und betonten mehrmals, er habe ihnen bei ihren Überlegungen völlig freie Hand gelassen.

Todesstrafe kein Thema

Besonders stolz ist das Team Stronach auf die Mitwirkung von Betty Williams, die sich seit Jahren den Kinderrechten widmet und in den 70er Jahren als Nordirland-Friedensaktivistin mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet worden war. Sie wurde zu den umstrittenen Aussagen Stronachs zur Todesstrafe befragt, wenngleich Kindel betonte, dass dies kein Thema der Pressekonferenz sei. Williams unterstrich ausdrücklich, sie sei strikt gegen die Todesstrafe: "Warum bringen wir Leute um? Um zu zeigen, dass es falsch ist, Leute umzubringen?"

Stronach selbst äußerte sich nicht mehr zum Thema, Kindel verwies auf die

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