Als Thomas S. und seine Frau am Sonntag nach einem Ausflug nach Hause fuhren, trauten sie zuerst ihren Augen nicht: Gegen 21 Uhr kam ihnen auf der S2 beim Rautenweg (Donaustadt) ein Geisterfahrer entgegen. Die beiden Lichter der Scheinwerfer kamen immer näher.
"Das Auto fuhr langsamer als die erlaubten 80 km/h auf uns zu. Ich schätze so mit rund 60 bis 65 km/h“, schildert der Wiener, der am Beifahrersitz saß. Er bat seine Frau, den Lenker mit der Lichthupe auf seinen Fehler hinzuweisen. Das zeigte Wirkung: "Das Auto stoppte dann bei einer Haltebucht. Ich sprang aus dem Wagen und hat den Lenker, der auch ausgestiegen war, zur Rede gestellt“, so der Geisterfahrer-Schreck gegenüber "Heute“.
Damit war die Gefahr aber noch nicht gebannt: Der Mann habe geschwankt und auch verwirrt gewirkt: "Er wollte unbedingt weiterfahren. Der Mann sagte, er wolle nach Hause nach Strasshof“, erzählt S. "Das ist eine gefährliche Strecke mit einer unübersichtlichen Linkskurve. Da hätte wer weiß was passieren können. Ich habe dem Lenker die Weiterfahrt blockiert, die Polizei gerufen und gewartet, bis die Beamten da waren“, schildert der beherzte Wiener.
Der Geisterfahrer aus Niederösterreich hatte 0,6 Promille. Er wurde angezeigt, die Weiterfahrt wurde ihm verweigert.