So streng kontrolliert das Öffi-Sicherheitsteam

Schon jetzt sind 40 Securitys des neuen Wiener-Linien-Sicherheitsteams unterwegs. Bis Ende des Jahres werden es 50 Sicherheitsmitarbeiter sein.
Schon jetzt sind 40 Securitys des neuen Wiener-Linien-Sicherheitsteams unterwegs. Bis Ende des Jahres werden es 50 Sicherheitsmitarbeiter sein.Bild: Wiener Linien
Die Wiener Linien ziehen eine Zwischenbilanz zum neu aufgestellten Sicherheitsteam: Die Spielregeln in den Öffis werden streng kontrolliert.

Hunde ohne Beißkorb und Leine, Betteln oder Radfahren am Bahnsteig: Das stört die Fahrgäste am meisten. Damit die Spielregeln eingehalten werden, stellen die Wiener Linien ihr Sicherheitsteam neu auf. Bis Ende 2019 werden etwa 330 Sicherheits- und Service-Mitarbeiter in den Öffis unterwegs sein – 120 davon im Sicherheitsteam.

Öffi-Stadträtin Ulli Sima (SPÖ) hat im Frühjahr eine breite Offensive gestartet. Im August dieses Jahres wurden die ersten gut geschulten 40 Mitarbeiter des Sicherheitsteams in den Dienst gestellt, bis Ende des Jahres werden bereits 50 Securitys unterwegs sein.

"Die Sicherheits-Mitarbeiter zeigen Präsenz im Netz und sorgen dafür, dass die Hausordnung der Wiener Linien eingehalten wird", so Sima. Und: "Bei mehr als 2,5 Millionen Fahrgästen pro Tag ist es wichtig, dass sich alle an die Spielregeln halten und damit ein angenehmeres Miteinander geschaffen wird." Auch bei der Polizei bedankt sich Sima für die gute Zusammenarbeit.

3.800 Fahrgäste angesprochen

In den vergangenen Wochen haben die Sicherheitsteam-Mitarbeiter mehr als 3.800 Fahrgäste angesprochen – in rund einem Drittel der Fälle, weil die Hausordnung nicht eingehalten wurde. Und: Das richtige und sichere Verhalten im Zusammenhang mit den Öffis wurde angesprochen – etwa, dass der Transport von Fahrrädern auf der Rolltreppe aus Sicherheitsgründen nicht erlaubt ist.

Am häufigsten machten die Sicherheitsteam-Mitarbeiter auf das Verbot von Fahren am Bahnsteig mit Fahrrädern, Scootern, Skateboards und Co. aufmerksam. Gleich danach kommen Hunde ohne Maulkorb oder Leine sowie Betteln. Weitere Themen waren der Konsum von Alkohol, Lärmen und Rauchen.

11.000 Video-Kameras

Neben der Präsenz der Sicherheitsteam-Mitarbeiter ist die Videoüberwachung der Stationen und Fahrzeuge zentraler Bestandteil der Offensive. Aktuell liefern schon rund 11.000 Kameras im ganzen Netz Bilder, die im Fall der Fälle von der Polizei ausgewertet werden können.

In allen 109 U-Bahnstationen und im Großteil der Züge gibt es bereits Videoüberwachung, der weitere Ausbau in Straßenbahnen läuft. Heuer wurden rund 700.000 Euro in neue Videoanlagen für die Sicherheit der Fahrgäste investiert. (gem)

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