So unterstützen Sie Ihren Liebling bei Gewittern

Die Tierschutzombudsstelle Wien rät: "Lassen Sie Ihr Haustier bei Gewitter nicht allein".
Die Tierschutzombudsstelle Wien rät: "Lassen Sie Ihr Haustier bei Gewitter nicht allein".Bild: iStock
Für viele Hunde und Katzen sind Blitz und Donner ein echter Alptraum. Die Tierombudsstelle Wien hat einige Tipps, wie Sie Ihrem Liebling durch Gewitter helfen können.
Mit der Hitze kommen die Sommer-Gewitter – auch für die nächsten Tage rechnen die Meteorologen mit gleich mehreren Gewittern. Für viele Haustiere ein echter Alptraum. Wenn es draußen wettert und rumort, brauchen ängstliche Vierbeiner Ihre Unterstützung. Die Tierschutzombudsstelle Wien hat einige Tipps, wie Sie Ihrem vierbeinigen Liebling helfen können.

"Sie werden Ihrem Tier die Angst nicht nehmen können. Aber mit ein paar wichtigen Hilfestellungen können Sie die Situation für Hund und Katze wesentlich erträglicher gestalten", erklärt Eva Persy, Leiterin der Tierschutzombudsstelle Wien. Anwesenheit, Ausweichmöglichkeiten und Ablenkung – wer diese drei A's bei Gewitter beachtet, erweist seinem ängstlichen Heimtier einen großen Dienst.

Lassen Sie Ihr Tier nicht allein

Für Hund und Katze gilt gleichermaßen: Lassen Sie Ihr Tier nicht im Stich, wenn es Ihre Hilfe braucht. Wenn Sie wissen, dass Ihr Tier sich vor Gewittern fürchtet, dann prüfen Sie vor Abwesenheiten bitte unbedingt die Wettervorhersage. Nichts ist für ein ängstliches Tier schlimmer, als bei einem Sturm alleine zu Hause zu sein.

CommentCreated with Sketch.0 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Versuchen Sie, bei Gewitter Ruhe zu bewahren und Ihren Hund zu unterstützen. Auf den ersten Blick lassen das viele ängstliche Hunde nicht zu. Aber auch wenn sich Ihr Schützling völlig zurückzieht, hilft es, wenn Sie in regelmäßigen Abständen nach ihm schauen und ein paar aufmunternde Worte für ihn haben. Für Katzen ist es in solch einer Situation wichtig, ihnen Sicherheit zu geben – und zwar so, wie die Katze diese in dem Moment braucht. Wenn sie sich zurückzieht, respektieren Sie das. Sucht sie hingegen Ihre Nähe, lassen Sie es zu und seien Sie für Ihr Tier da.

Bieten Sie Zufluchtsorte an

Viele Hunde suchen bei Angst gerne einen sicheren Unterschlupf auf. Hierfür eignet sich zum Beispiel eine mit Decken abgeschirmte Hundebox, die nur auf einer Seite geöffnet ist. In ihrer Not flüchten unsere Vierbeiner aber auch gerne in Bad oder Toilette oder einen anderen Raum, der möglichst weit von den Fensterfronten entfernt ist. Auch offene Schranktüren stellen oft einen dunklen, höhlenartigen Zufluchtsort dar.

Beobachten Sie Ihren Hund und richten Sie ihm dort, wo er zumeist hin flüchtet, eine gemütliche Ecke ein. Nehmen Sie sich am besten gleich selbst ein paar Polster mit, damit Sie in der Nähe Ihres Schützlings bleiben können. Auch Katzen müssen unbedingt die Möglichkeit haben, sich zurückziehen zu können, zum Beispiel unter Möbel. Freigängerkatzen sollten bei Gewitter-Gefahr nur dann raus gelassen werden, wenn sie draußen über einen sicheren und ihnen vertrauten Unterschlupf wie eine Kiste oder einen Schuppen verfügen, in den sie sich flüchten können, sollten sie sich fürchten.

Schließen Sie die Welt draußen aus

Zieht ein Gewitter auf, so schließen Sie Türen und Fenster und ziehen Sie Gardinen und Jalousien zu. Ein laufender Fernseher kann in mehrerlei Hinsicht hilfreich sein: Die Geräuschkulisse nimmt dem Donner seine überraschend knallende, erschreckende Wirkung. Das flackernde Licht lässt Blitze nicht ganz so hell und abrupt erscheinen. Zudem ist das Fernsehergeräusch für viele Vierbeiner ein Zeichen für Entspannung – wird er doch häufig abends aufgedreht, wenn die Zweibeiner zur Ruhe kommen wollen. Im Dunkeln kann auch ein Kinder-Nachtlicht mit wechselndem Farbspiel als Ablenkungsmaßnahme helfen.

Auch Beruhigungswesten oder Tropfen können helfen

Zubehör wie spezielle Beruhigungswesten, die um den Körper gewickelt durch sanften Druck für Entspannung sorgen sollen, sowie pflanzliche oder homöophatische Beruhigungstropfen können die Situation zusätzlich auflockern. "Inwieweit das Tier darauf anspricht, muss jedoch individuell getestet werden", so Persy.

Auch kann ein Training mit Geräuschdesensibilisierung helfen und unter professioneller Anleitung Entspannungssignale und Rituale geübt werden. Nimmt die Gewitter-Angst krankhafte Ausmaße an, dann sollte unbedingt auch ein Tierarzt aufgesucht werden. (lok)

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