So urlauben unsere Politiker im Sommer

Bild: Helmut Graf

Die Nationalratswahl im Herbst zwingt Österreichs Politiker zu erhöhter Vorsicht bei der Urlaubsplanung. Kaum ein Volksvertreter plant in diesem Jahr, für längere Zeit das Wahlkampfgebiet zu verlassen, weit entfernte Destinationen sind tabu. So wollen etwa Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) und Vizekanzler Michael Spindelegger (ÖVP) nur für ein paar Tage ihre urlaubenden Familienmitglieder besuchen. Auch die Opposition bleibt auf Tuchfühlung mit dem Wähler.

 

Lediglich kurze Abstecher nach Venedig und Salzburg will Faymann unternehmen, um dort seiner Familie Gesellschaft zu leisten. Spindelegger wiederum fährt traditionsgemäß ins Salzkammergut zum Mondsee, der Vizekanzler wird sich tageweise zu seinen Liebsten gesellen. Auch Bundespräsident Heinz Fischer hat das Salzkammergut eingeplant, nachdem er die Salzburger Festspiele besucht hat. Die obligatorischen Bergwanderungen gehören natürlich ebenso zu den Urlaubsplänen des Staatsoberhaupts.

"Badetuch, Vespa und Griller"

In Festspiellaune ist auch Finanzministerin Maria Fekter (ÖVP), die ebenfalls Salzburg beehren will und ansonsten auch nur ein paar Tage zuhause am Attersee verbringt. Noch bescheidener gibt sich ihr Staatssekretär Andreas Schieder (SPÖ), der den Juli unter dem Motto "Badetuch, Vespa und Griller" in Österreich verbringen will. Dennoch hofft er auf ein paar Tage Italien.

 

Zumindest ein paar Kilometer über die Grenze verschlägt es die Regierungsmitglieder der SPÖ: Sozialminister Rudolf Hundstorfer verbringt eine Woche im Juli in den Niederlanden mit Radfahren, Gesundheitsminister Alois Stöger macht eine Woche Kroatien-Urlaub und Frauenministerin Gabriele Heinisch Hosek will mit ihrem Enkelsohn fünf Tage in Italien verbringen.

Infrastrukturministerin Doris Bures plant hingegen gar keinen Urlaub, hofft aber auf spontane Wandertouren. Unterrichtsministerin Claudia Schmied zieht es ein paar Tage ins Rax-Gebiet und zu den Festspielen Reichenau. Staatssekretär Josef Ostermayer wird nach Kreta reisen.

Keine Weltreisen

Weltreisen sind auch von der ÖVP-Riege nicht zu erwarten: Innenministerin Johanna Mikl-Leitner plant wieder Urlaub auf dem Bauernhof - hauptsächlich auf Wunsch ihrer Kinder. Integrationsstaatssekretär Sebastian Kurz urlaubt hingegen im Juli in Griechenland. Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner wird im Sommer einen einwöchigen Urlaub mit der Familie am Kärntner Faaker See verbringen - vor allem mit Radfahren und Wandern.

Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle zieht es mit seinen Enkelkindern ebenfalls ins südlichste Bundesland, zudem will er Radtouren im Waldviertel unternehmen. Keinen größeren Urlaub hat auch Umweltminister Nikolaus Berlakovich geplant, er verbringt ein paar Tage zu Hause im Burgenland.

Opposition muss jederzeit reagieren

Keine Minute aus den Augen verlieren will die Opposition das Schlachtfeld um den Nationalrat: FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache hofft, dass er zumindest zwei Wochen mit seinen Kindern am Wörthersee verbringen kann. Grünen-Bundessprecherin Eva Glawischnig verschlägt es gleich lange in ihre Kärntner Heimat an den Millstätter See. Ihr Landsmann, BZÖ-Chef Josef Bucher, verbringt hingegen ein paar Tage mit seinen Kindern in Oberitalien.

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