So verändert Corona die Mode

Viele wollten nicht mit Maske in den Store und orderten online.
Viele wollten nicht mit Maske in den Store und orderten online.iStock
Wie wird die Welt nach Corona aussehen? Diese Frage stellen sich viele. Welche Auswirkungen die Pandemie auf die Modewelt hat, zeichnet sich schon ab.

In einer globalisierten Welt hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten die Billigmode durchgesetzt. "Einwegmode", die nur wenige Mal getragen wird, bevor sie im Altkleidercontainer oder - noch schlimmer - im Restmüll landet, ist zum Standard geworden. Dass ein T-Shirt im Sale schon mal so wenig kostet wie eine Packung Bio-Butter, ist nichts Außergewöhnliches. Doch wie sieht die Zukunft der Modebranche aus? 

Trend zu Online-Shopping

Der Trend zum Online-Shopping verzeichnet jedes Jahr Zuwachszahlen. In der Quarantäne-Zeit hat sich dies noch beschleunigt. Durch die Schließung der Mode-Stores machten auch viele, die noch nie online geshoppt haben, zum ersten Mal die Erfahrung, ihre Kleidung in den Briefkasten geliefert zu bekommen. Dass viele nicht in den Stores mit einer Maske shoppen wollen, hat weiterhin dazu beigetragen, auch nach dem Lockdown online zu shoppen.  

"Closed": Stores schließen

Saftige Mieten in Innenstadt-Lagen sind vielen in der Corona-Krise während des Lockdowns zum Verhängnis geworden. Dass es ordentlich rumpelt, wird an prominenten Beispielen deutich: Modemacher Philip Plein zahlte für seine Läden in Amsterdam und Cannes nicht mehr den Mietzins. In New York wird demnächst der Mega-Flagshipstore der US-Kette Neiman Marcus geschlossen. 

Glamour-Mode am Abstellgleis

Die Absagen von Hochzeiten im Sommer und Bällen im Winter wird jenen Designern ein fettes Minus bescheren, die sich vor allem auf Ausgehmode oder sogenannte "Anlassmode" spezialisiert haben. So verkündeten beispielsweise die Münchner Designer Talbot & Runhof, die für ihre opulenten Roben bekannt sind, dass sie eine Saison aussetzen müssen. Der Online-Händler Asos konnte den Rückgang bei Cocktailkleid & Co mit dem Zuwachs seiner Homewear ausbalancieren. Apropos Jogginghose... 

2020: Das Jahr der Jogginghose

Waren Sweatpants schon vor der Krise ein immer größerer Faktor in der Modebranche (vor allem der Gummizug ist beim langen Arbeiten am Bildschirm bequemer) hat sich dies in Zeiten von Home-Office noch wesentlich verstärkt. Modemarken mit einer Ausrichtung auf Streetstyle haben in den letzten Monaten in diesem Bereich starke Zuwächse gehabt. Die deutsche Wochenzeitung "Die Zeit" stellte vor kurzem erst die Frage, ob man jemals wieder aus der "Dehnbundphase" wieder herauskommen wird.

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