Wer bestimmte Apps auf seinem Smartphone lieber diskret halten möchte, findet in Android 15 eine praktische Lösung. Das sogenannte Vertrauliche Profil schützt sensible Anwendungen hinter einer eigenen Sperre und macht sie bei Bedarf so unsichtbar, dass sie im gesperrten Zustand nicht einmal in der App-Übersicht auftauchen.
Das Vertrauliche Profil - auf Englisch „Private Space“ - legt auf dem Smartphone einen vollständig abgetrennten Bereich an. Dieser wird über ein eigenes Passwort gesichert, unabhängig von der normalen Gerätesperre.
Wie die Computerwoche unter Berufung auf PC-Welt berichtet, laufen Apps in diesem versteckten Bereich unter einem separaten Google-Konto und haben keinen Zugriff auf Daten aus dem restlichen System. Das macht die Funktion ideal für Banking-Apps, Dating-Anwendungen oder private Fotos.
Grundvoraussetzung ist Android 15. Allerdings unterstützt nicht jedes Gerät mit diesem Update die Funktion, weil manche Hersteller den Android-Launcher durch eigene Oberflächen ersetzen. Weitere Voraussetzungen: Man muss als primärer Nutzer angemeldet sein, das Gerät darf nicht von einem Unternehmen verwaltet werden und es darf kein Elternkonto eingerichtet sein.
Wer möchte, dass das Profil im gesperrten Zustand vollständig unsichtbar ist, kann in den Profileinstellungen die Option "Vertrauliches Profil verbergen" aktivieren. Das Profil taucht dann erst wieder auf, wenn man es aktiv entsperrt.
Auf Samsung-Handys steht das Vertrauliche Profil bisher nicht zur Verfügung. Allerdings gibt es dort den Sicheren Ordner, der dieselbe Kernaufgabe erfüllt und auf Galaxy-Geräten sogar schon seit 2017 verfügbar ist. Apps und Dateien darin sind isoliert und laufen optional unter einem separaten Konto.
Ein praktischer Zusatz gegenüber dem Google-Pendant: Der Sichere Ordner unterstützt Backups über Samsung Cloud. Für die Einrichtung ist allerdings ein Samsung-Konto erforderlich.