So viel kostet die Korruption jeden von uns

Korruption und Bestechung kosten heuer jeden Österreicher mehr als 3000 Euro. Das enthüllt eine Studie des Ökonomen Friedrich Schneider von der Uni Linz. Die Untersuchung auf Basis des Korruptionsindex von "Transparency International" beziffert den Schaden für die heimische Wirtschaft im Jahr 2012 mit 27 Milliarden Euro.

Korruption und Bestechung kosten heuer jeden Österreicher mehr als 3000 Euro. Das enthüllt eine Studie des Ökonomen Friedrich Schneider von der Uni Linz. Die Untersuchung auf Basis des Korruptionsindex von "Transparency International" beziffert den Schaden für die heimische Wirtschaft im Jahr 2012 mit 27 Milliarden Euro.

Umgerechnet auf jeden einzelnen Österreicher sind das jährlich 3.199 Euro, die verloren gehen.

Im Gespräch mit Heute verrät Schneider, warum die Schäden so groß sind: "Wenn etwa eine Schule gebaut werden soll und nicht der Bestbieter den Zuschlag erhält, sondern die Firma, die besticht, kostet das oft Hunderttausende Euro mehr. Und beispielsweise für den Sportplatz ist dann kein Geld mehr da".

Zudem würden ehrliche Unternehmer, die sich an die Spielregeln halten, mit der Zeit aus dem Land getrieben. Klar sei: "Österreich ist zwar keine Insel der Seligen, aber sicher auch keine Hochburg der Korruption." Schneiders Forderungen, um das Problem einzudämmen: Firmen, die bestechen, sollen fünf Jahre von öffentlichen Aufträgen gesperrt werden. Verfahren sollten deutlich beschleunigt und mehr Gefängnisstrafen verhängt werden.

Auch Menschenrechtsexperte Manfred Nowak fordert strafrechliche Konsequenzen. Heutzutage sei "die Gier, sich schnell zu bereichern" größer als früher.

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