Wer auf seine Gesundheit achtet, hat die Faustregel vermutlich schon oft gehört: Fünf Portionen Obst und Gemüse pro Tag sollen es sein. Leicht zu merken, da eine Portion etwa einer Handvoll entspricht. Doch die tatsächlichen Empfehlungen der Experten unterscheiden sich.
Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt, mehr als 400 Gramm Obst und Gemüse täglich zu konsumieren. Damit soll das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs gesenkt werden. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) hingegen empfiehlt ebenfalls fünf Portionen, betont aber, dass Gemüse wegen der geringeren Energiedichte Vorrang haben sollte.
"Obst und Gemüse liefern reichlich Vitamine, Mineralstoffe, Ballaststoffe sowie sekundäre Pflanzenstoffe", heißt es laut der DGE, wie Utopia.de berichtet. Wer auf die Energiezufuhr achtet, sollte lieber zu Gemüse als zu Obst greifen. Empfohlen werden drei Portionen Gemüse und zwei Portionen Obst.
Die DGE und die WHO verfolgen unterschiedliche Ansätze. Während bei der WHO die Minimierung des Krebsrisikos sowie die grundsätzliche Steigerung des Obst- und Gemüseverzehrs im Vordergrund stehen, berücksichtigt die DGE auch die Umweltbelastung und die Nährstoffversorgung bei geringer Energiedichte.
Die österreichischen Empfehlungen liegen bei rund 650 Gramm täglich. Laut Experten bringt dieser Bereich die größten Effekte für die Gesundheit. Studien zeigen, dass bereits 200 Gramm täglich das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen um 13 Prozent senken können.
Ein zu hoher Obstkonsum kann wegen des Fruchtzuckers Auswirkungen auf den Blutzuckerspiegel haben. Experten raten daher, mehr Gemüse als Obst zu essen. Besonders wirksam sind grünes und gelbes Gemüse wie Spinat oder Paprika sowie Kohlgemüse.
Fazit: Wer es auf fünf Portionen täglich schafft, hat schon viel für seine Gesundheit getan. Dabei sollte der Fokus auf Gemüse liegen und die Sorten möglichst bunt und abwechslungsreich gewählt werden.