So viel verdienen Kellner auf der Wiesn

Der Job ist garantiert nichts für Zartbesaitete.
Der Job ist garantiert nichts für Zartbesaitete.Bild: picturedesk.com
Die Gastronomie ist ein Knochenjob. Bei der Wiesn muss man aber eine noch dickere Haut haben. Im Gegenzug winkt viel Geld.
Alle Augen sind derzeit auf München gerichtet. Wie jedes Jahr findet dort das Oktoberfest statt. Rund sechs Millionen Menschen werden erwartet.

Die Münchner Wiesn ist aber mehr als ein einfaches Bierfest und Promi-Hotspot. Für die Veranstalter ist es vor allem eine Goldgrube. Im vergangenen Jahr nahm man alleine durch den Verkauf von Bier über 80 Millionen Euro ein. Nicht weiter verwunderlich, denn eine Maß kostet im Schnitt zwischen 10,70 und 11,50 Euro. Laut offizieller Statistik gaben die Besucher pro Kopf 63,84 Euro aus. Das ergibt eine Gesamteinnahme von knapp 400 Millionen Euro!

Kellner am Umsatz beteiligt

Auch in diesem Jahr kann man mit einem ähnlich hohen Umsatz rechnen, wenn nicht sogar einem noch höheren. Dabei stellt sich die Frage: Wie schneiden eigentlich diejenigen ab, die das Bier zu den Tischen bringen?

Offizielle Zahlen gibt es hierzu fast keine. Der Grund: Die Kellnerinnen und Kellner sind am Umsatz beteiligt. Sie erhalten ungefähr neun Prozent des Umsatzes. Heißt im Umkehrschluss: Je mehr Bier sie ausschenken, desto mehr Geld wandert ins Börserl.

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch. Bis zu 15.000 Euro?

Im Schnitt verdiene man um die 5.000 Euro - in nur zwei Wochen! Denn so lange dauert das Münchner Oktoberfest. Zum Vergleich: In Österreich bekommen Kellner oftmals nur 1.500 Euro Brutto im Monat.

Aus diesem Grund nehmen sich viele Gastronomie-Arbeiter extra zwei Wochen Urlaub, um auf der Wiesn zu kellnern. Dabei lässt sich offenbar ein ordentliches Taschengeld dazuverdienen.

Jedoch ist klar, dass der Job nichts für zartbesaitete ist. So eine voll Maß wiegt schon mal bis zu zwei Kilo. Es ist nicht unüblich, dass man bis zu zehn Krüge quer durch ein Festzelt zu einem Tisch tragen muss. Ein echter Knochenjob also.

Es kursieren auch Gerüchte von Mitarbeitern, die in den zwei Wochen bis zu 15.000 Euro in den zwei Wochen verdienen konnten. Dabei dürfte es sich jedoch um die klare Minderheit halten. Denn diese Kellner durften in die sogenannten Promi-Boxen - und dort sitzt die Geldbörse eben ein wenig lockerer. (slo)

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