Laut UNHCR (Anm. Hoher Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen) sind bisher mehr als vier Millionen Menschen aus der Ukraine geflüchtet – und jeden Tag kommen neue Vertriebene hinzu. Nach Angaben des Innenministeriums sind bislang (Stand 29. März) etwa 225.000 Kriegsflüchtlinge in Österreich eingereist.
Rund 82 Prozent von ihnen sind aber nach ihrer Flucht nicht in der Alpenrepublik geblieben, sondern in andere Länder weitergereist. Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) hat unlängst bei einer Pressekonferenz bekanntgegeben, dass 40.000 Schutzsuchende erfasst worden sind, rund 7.000 seien mit Vertriebenenpässen ausgestattet worden.
Unter den Flüchtlingen aus der Ukraine, die in Österreich Schutz suchen, befinden sich auch viele Kinder im Schulalter, die in den einzelnen Bundesländern nun von Lehrern unterrichtet werden besuchen. Laut "Heute"-Infos gehen aktuell rund 4.000 aus der Ukraine vertriebene Kinder und Jugendliche hier in die Schule.
Die meisten davon besuchen allerdings nicht etwa in der Bundeshauptstadt den Unterricht, sondern in Niederösterreich. 1.130 Kinder und Jugendliche aus der Ukraine werden aktuell (Stand 28. März) im Bundesland mit der größten Fläche des Landes unterrichtet, gefolgt von Wien mit 1.112 Schülern aus der Ukraine.
Danach folgen die Steiermark mit 402 und Tirol mit 314 geflüchteten Kindern. In Oberösterreich sind es 304, im Burgenland 202, in Kärnten 196 und in Salzburg 186 Flüchtlinge. Am wenigsten Kinder und Jugendliche werden in Vorarlberg unterrichtet – im Ländle gehen derzeit 76 Ukraine-Flüchtlinge zur Schule.