So viele Fans dürfen zu EM-Partien – 3 Stadien wackeln

Das Wembley-Stadion in London.
Das Wembley-Stadion in London.Picturedesk
Am 11. Juni startet die um ein Jahr verschobene Europameisterschaft. Ob mit oder ohne Zuschauer auf den Rängen ist weiter offen. 

Bis zum Mittwochabend hatten die zwölf Austragungsstädte nun Zeit, ein Fan-Konzept für die EM-Partien vorzulegen. 

Die Konzepte können nun bis zum 28. April noch verändert werden, bevor die UEFA eine endgültige Entscheidung über mögliche Änderungen von Austragungsorten treffen möchte. 

UEFA-Boss Aleksander Ceferin hatte zuletzt erklärt, dass EM-Spiele ohne Fans auf den Rängen undenkbar seien, außerdem der Entzug von EM-Partien diskutiert werde. Die Letztentscheidung liegt allerdings weiterhin bei den Gesundheitsbehörden. 

Auffällig ist allerdings, dass gleich die Hälfte aller Stadien noch keine Entscheidung getroffen hat oder die Konzepte als nicht umsetzbar bezeichnet. Einzig in St. Petersburg soll die Arena zu 50 Prozent gefüllt werden. Mit München, Dublin und Bilbao stehen gleich drei EM-Standorte vor dem Aus. 

Alle Gruppenspiele der österreichischen Nationalmannschaft sollen demnach vor Fans stattfinden. 

Die Zuschauer-Konzepte in den zwölf Stadien

London: Im 90.000 Zuschauer Platz bietenden Wembley Stadion werden drei Gruppenspiele, ein Achtelfinal-Duell, sowie beide Semifinals und das Endspiel ausgetragen. Für die Gruppenspiele sind vorerst 10.000 Zuschauer vorgesehen. Dies könnte später erhöht werden. 

Amsterdam: In der Johan Cruyff Arena trifft Österreich am 17. Juni auf die Niederlande. Die 55.000 Zuschauern Platz bietenden Ränge sollen mit 12.000 Fans gefüllt werden. Allerdings ohne Garantie, wie die Veranstalter betonten. 

Bukarest: Im Nationalstadion tritt Österreich gegen Nordmazedonien (13. Juni) und die Ukraine (21. Juni) an. Bis zu 13.000 Fans - darunter auch Zuschauer aus dem Ausland - sollen zugelassen werden. Das entspricht einer Kapazität von 25 Prozent. 

Rom: Im Olympiastadion wird die EM eröffnet. Im 72.000 Zuschauer Platz bietenden Oval sollen Zuschauer zugelassen werden. Eine konkrete Zahl gibt es aber noch nicht. 

St. Petersburg: Die 68.000 Zuschauer fassende Arena soll in den drei Gruppenspielen und dem Viertelfinale zur Hälfte gefüllt werden. 

Kopenhagen: Im Parken-Stadion, das sonst 38.000 Zuschauer fasst, planen die Veranstalter in den drei Gruppenspielen und einem Achtelfinale mit 12.000 Fans auf den Rängen. 

Glasgow: Der Hampden Park (Kapazität 51.870 Zuschauer) soll in den drei Gruppenspielen und dem Achtelfinale mit 25 Prozent gefüllt werden. Dem habe die britische Regionalregierung bereits zugestimmt. 

Budapest: Die hochmoderne Puskas Arena fasst eigentlich 67.200 Zuschauer. Zur EM-Auslastung gaben die Veranstalter noch keine Meldung ab. 

Dublin: Das Aviva Stadium fasst eigentlich 51.700 Fans. Der irische Verband teilte mit, aktuell keine Angabe über ein Minimum an Zuschauern machen zu können. 

Bilbao: Das San Mames soll nach Angaben der baskischen Stadt mit bis zu 13.300 Zuschauern gefüllt sein, das würde einer Auslastung von 25 Prozent entsprechen. Der spanische Fußballverband erklärte allerdings, dass die dafür von der baskischen Regionalregierung  geforderten Auflagen "unmöglich umzusetzen" seien. 

Baku: Im knapp 70.000 Fans Platz bietenden Olympiastadion stehen drei Gruppenspiele und ein Viertelfinale auf dem Programm. Ob Zuschauer zugelassen werden, ist noch nicht kommuniziert worden. 

München: Das größte Fragezeichen steht hinter den EM-Partien in der Allianz Arena, in der alle drei deutschen Vorrunden-Gruppenspiele stattfinden sollen. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder zeigte sich zuletzt skeptisch. Eine konkrete Zahl gibt es nicht. 

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