Wirtschaft

35.000 Mitarbeiter fehlen – Tourismus sucht Personal

Die Tourismus-Branche hatte in der Corona-Krise mit vielen Einbrüchen zu kämpfen. Neue Arbeitsmodelle sollen nun für einen Imagewandel sorgen. 

Tobias Kurakin
Teilen
Symbolfoto einer jungen Hotel-Angestellten
Symbolfoto einer jungen Hotel-Angestellten
Getty Images/iStockphoto

Die Tourismus-Branche kämpft gegenwärtig mit einer großen Herausforderung. Obwohl die Corona-Krise nun vorerst wieder ausgestanden ist und sich die Buchungszahlen zum Besseren entwickeln, ist die Lage aufgrund von Personalnot extrem angespannt. So würden derzeit rund 35.000 Arbeitskräfte in der Branche fehlen. 

Vier-Tage-Woche, Jobsharing & Co. 

"Wir brauchen eine Veränderung und Verbesserung im Tourismus", sagte Vanessa Borkmann vom deutschen Fraunhofer-Institut bei den österreichischen Tourismustagen. Sie führte demnach die Möglichkeit einer Vier-Tage-Woche ins Treffen, die Betriebe einführen könnten, um dem Tourismus als Arbeitgeber einen besseren Ruf zu bescheren. 

In einer Umfrage, an der 4.000 Tourismus-Angestellte beteiligt waren, haben sich 63 Prozent für eine Arbeitswoche bestehend aus vier Mal zehn Stunden ausgesprochen. Borkmann führt zudem auch das Konzept von Jobsharing ins Treffen, demnach könnten sich zwei Personen eine Vollzeitstelle "teilen". Das könnte vor allem für Angestellte mit Betreuungspflichten besonders lukrativ sein. 

Der Tourismusberater Richard Bauer empfiehlt den Hotellerie- und Gastronomiebetrieben jedenfalls Wert auf das richtige Gesamtkonzept zu legen: "Eine gute Work-Life-Balance, Wertschätzung, neue Arbeitszeitmodelle, Fortbildungsmöglichkeiten und andere Zukunftsperspektiven sind für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wichtige Faktoren". 

Borkmann spricht zudem von "einem Blumenstrauß an Möglichkeiten", die für die Attraktivierung der Tourismusbranche zur Verfügung stehen. Jeder Betrieb müsste sich daher nur eines der vielen Konzepte aussuchen und evaluieren, welches am besten passen würde. Der Tourismus hätte so jedenfalls die Chance, sein schlechtes Image abzulegen. 

1/83
Gehe zur Galerie
    <strong>21.06.2024: "Mehr netto": So will Neos-Chefin unser Gehalt ändern</strong>. Beate Meinl-Reisinger ist wütend. Die Neos-Chefin will vernommen haben, dass SPÖ und ÖVP schon an Ministerlisten arbeiten. <a data-li-document-ref="120043667" href="https://www.heute.at/s/mehr-netto-so-will-neos-chefin-unser-gehalt-aendern-120043667">Der große "Heute"-Talk.</a>
    21.06.2024: "Mehr netto": So will Neos-Chefin unser Gehalt ändern. Beate Meinl-Reisinger ist wütend. Die Neos-Chefin will vernommen haben, dass SPÖ und ÖVP schon an Ministerlisten arbeiten. Der große "Heute"-Talk.
    Sabine Hertel