So wird Schule cool: Bildungscampus läuft klimaneutral

Während ab Herbst 2021 oben rund 1.100 Kinder und Jugendliche lernen und spielen, kümmert sich die Haustechnik um eine klimafreundliche und angenehme Atmosphäre. Durch den Einsatz von Wärmepumpen und Photovoltaik versorgt sich das Gebäude selbst mit Energie.
Während ab Herbst 2021 oben rund 1.100 Kinder und Jugendliche lernen und spielen, kümmert sich die Haustechnik um eine klimafreundliche und angenehme Atmosphäre. Durch den Einsatz von Wärmepumpen und Photovoltaik versorgt sich das Gebäude selbst mit Energie.PID/Markus Wache
Dank Erdwärme und Solarkraft deckt der Bildungscampus Lieselotte Hansen-Schmidt den Energiebedarf zu 100% mit erneuerbaren Energien.

Bis 2040 will die Stadt Wien das Ziel erreichen klimaneutral zu werden. Die Energiewende weg von fossiler Energie und hin zu erneuerbaren Energien ist dabei ein zentrales Element – auch in den Wiener Bildungseinrichtungen. Wie das gelingen kann, stellten heute, Donnerstag, Vizebürgermeister und Bildungsstadtrat Christoph Wiederkehr (Neos), Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky (SPÖ), Gemeinderätin Nicole Berger-Krotsch (SPÖ) und Gemeinderat Stefan Gara (Neos) im Bildungscampus Lieselotte Hansen-Schmidt in der Seestadt (Donaustadt) vor. 

Campus für 1.100 Kinder wird dank Wärmepumpen warm und cool

Der neue Bildungscampus, an dem derzeit die letzten Arbeiten stattfinden, bietet einen Kindergarten, eine Volksschule, eine neue Mittelschule sowie sonderpädagogische Einrichtungen. Insgesamt können hier ab Herbst 2021 bis zu 1.100 Kinder und Jugendliche ganztägig betreut werden.

Neben der Pädagogik liegt der Schwerpunkt des Bildungscampus auf einem klimafreundlichen und innovativen Energiesystem, das einen klimaneutralen Betrieb des Gebäudes ohne Emissionen von Treibhausgasen erlaubt und macht den Bildungscampus "cool" für heiße Tage macht.

Für die Wiener Stadtregierung (v.l.n.r.: Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky (SPÖ), Neos-Gemeinderat Stefan Gara, SPÖ-Gemeinderätin Nicole Berger-Krotsch und Vizebürgermeister und Bildungsstadtrat Christoph Wiederkehr (Neos)) ist der neue Bildungscampus Lieselotte Hansen-Schmidt in der Seestadt (Aspern) ein echtes "klimafittes Leuchtturmprojekt".
Für die Wiener Stadtregierung (v.l.n.r.: Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky (SPÖ), Neos-Gemeinderat Stefan Gara, SPÖ-Gemeinderätin Nicole Berger-Krotsch und Vizebürgermeister und Bildungsstadtrat Christoph Wiederkehr (Neos)) ist der neue Bildungscampus Lieselotte Hansen-Schmidt in der Seestadt (Aspern) ein echtes "klimafittes Leuchtturmprojekt".PID/Markus Wache

Dank dem Einsatz modernster Energietechnik deckt der Bildungscampus seinen Energiebedarf zur Gänze mit Erneuerbaren Energien. Dazu wird Erdwärme durch Wärmepumpen und die Kraft der Sonne über eine Photovoltaikanlage genützt. Zusätzlich sorgt die Verbindung aus Geothermie mit thermischer Betonkernaktivierung für eine kostengünstige und effiziente Heizung und Kühlung des Gebäudes. 

Stadt lobt "klimafitte Leuchtturmprojekte"

Der Bildungscampus Lieselotte-Hansen-Schmidt gilt als Vorzeigebeispiel wie eine moderne, klimafitte und umweltfreundliche Bildungseinrichtung konzipiert und umgesetzt werden kann. "Wir wollen Wien zur klimafreundlichsten Stadt Europas machen und da spielen solche Leuchtturmprojekte eine ganz wesentliche Rolle. Mit Idee und Tatkraft ist es möglich dieses so wichtige Ziel zu erreichen und dabei auch das Bildungsangebot auf ein neues Level zu heben", betont Wiederkehr.

Czernohorszky lobt, wie am neuen Bildungscampus Klimaschutz und Klima-Anpassung Hand in Hand gehen. "Sauberer Strom und saubere Wärme und Kälte schützen nicht nur das Klima, sondern sorgen auch für ein angenehmes Raumklima für die Kinder und die PädagogInnen", so der Umweltstadtrat. 

Stadt will auch bestehende Schulen cool machen

Angesichts der Klimakrise und der stetig steigenden Temperaturen sucht die Stadt auch abseits von Neubauten und Sanierung nach Wegen die sogenannten "Bestandsschulen" gegen die Hitze zu schützen. Schon tragen jährlich wiederkehrende Hitzerekord-Sommer, ausgedehntere Gebäude-Nutzungsphasen (etwa durch die Sommernutzung durch Kindergarten oder Hort) sowie die Lage im stark versiegelten Stadtgebiet und weitere Faktoren dazu bei, dass der Nutzungskomfort zahlreicher Bildungsgebäude in der warmen Jahreszeit stark eingeschränkt wird.

Ein aktuelles Projekt der Stadt Wien – Energieplanung arbeitet deshalb derzeit an Empfehlungen, die dabei helfen sollen, eine Sommertauglichkeit zu gewährleisten, ohne sich dabei stromintensiver Klimageräte zu bedienen. Das Projekt soll bis Ende des Sommers abgeschlossen sein und Handlungsempfehlungen in den Bereichen Organisation, Lüften, Verschattung, Begrünung und aktive Kühlung geben.

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