So wird verhindert, dass Breivik ausrastet

Bild: Reuters

Abgeschirmt, eingesperrt, beschützt vor sich selbst und vor anderen: Anders Behring Breivik, der Massenmörder von Norwegen, wird bei seinem Gerichtsprozess von dutzenden Einsatzkräften begleitet. Enorme Sicherheitsvorkehrungen sollen dafür sorgen, dass Breivik seiner gerechten Strafe zugeführt wird.

Ein biegsamer Spezial-Kugelschreiber soll dafür sorgen, dass der norwegische Massenmörder Anders Behring Breivik vor Gericht weder sich selbst noch andere verletzt. Während des Verhörs nutzt der 33-Jährige den Gefängnisstift um sich Notizen zu machen. Oft spielt er nervös damit. "Der Stift ist biegsam, so dass er nicht als Waffe genutzt werden kann", heißt es auf der Internetseite des norwegischen Herstellers, auf die die Zeitung Dagbladet verweist. Ein Kugelschreiber kostet umgerechnet 16,50 Euro.

Vor sich hat Breivik im Gericht auch eine Wasserkaraffe aus Plastik. Der 33 Jahre alte Massenmörder darf ohne Handschellen im Gerichtssaal sitzen, die Sicherheitsvorkehrungen sind enorm. Jeden Tag nehme der Gefangenentransport einen anderen Weg zum Gericht, schreibt die Zeitung VG auf ihrer Internetseite. Im Keller müsse Breivik in einer Wartezelle bis zum Prozessbeginn ausharren. Bis er im Gerichtssaal ist, trägt Breivik Handschellen, die an einem breiten Ledergürtel um seine Taille befestigt sind.

Am vierten Prozesstag wurde Breivik zu seinen Vorbereitungen für die Attentate mit insgesamt 77 Toten im vergangenen Sommer befragt. Der Norweger ist wegen Terrorismus und vorsätzlichen Mordes angeklagt. Erstmals verzichtete Breivik zu Beginn auf seinen rechtsextremen Gruß mit ausgestrecktem rechtem Arm und geballter Faust. Angehörige seiner Opfer hatten ihn am Vorabend darum gebeten.

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