So wollen die Grünen die Wieden auf Grün "umbauen"

Die Wieden soll grün werden: Geht es nach den Wiener Grünen gilt das nicht nur politisch, sondern auch im Verkehr. Etwa mit neuen Begegnungszonen.

"Grüne Verkehrsplanung ist von der Idee geleitet, den öffentlichen Raum fair zu verteilen, damit sich die jahrzehntelange Planungsdoktrin von der autogerechten Stadt zu der einer menschengerechten Stadt wendet". Was in der Rotenturmstraße (City) oder der Neubaugasse (Neubau) schon Realität ist, soll nun auch in der Wieden kommen.

Die grüne Spitzenkandidatin in der Wieden Barbara Neuroth hat gleich mehrere Projekte im Ärmel, wie der 4. Bezirk zu weniger Verkehr und zu mehr Grün kommt. Dazu zählen etwa eine Begegnungszone in der Margaretenstraße, der Rückbau der Operngasse und eine Umgestaltung der Wiedner Hauptstraße. 

"In der Zeit des Corona-Lockdowns waren die Wiedner Straßen von vielen Fußgängern, Radfahrern und spielenden Kinden besucht - eine kleiner Ausblick in eine mögliche Zukunft. Man konnte sehen wie grüne Ideen aussehen würden. Die Freunde der Menschen, die ihren Platz in der Stadt zurückbekommen haben, war deutlich zu spüren", betont Neuroth, die auch stellvertretende Bezirksvorsteherin ist.

TU-Studie fordert fairere Verteilung des öffentlichen Raums

Unterstützung bekommt sie in Form einer TU Studie, die ebenso Lösungen für den öffentlichen Verkehr wie auch die Gehsteiggestaltung nach den Kriterien des Stadtentwicklungsplans (STEP) vorschlägt und die den Mobilitätsbedürfnissen von rund 85% der Bezirksbewohner zu Gute kommen würden. Studien-Autor Harald Frey spricht von einer "fairen Verteilung der Flächen im öffentlichen Raum". Der Verkehrssprecher der Grünen Wien, Gemeinderat Rüdiger Maresch wird noch deutlicher: "28 % der Menschen in Wien fahren mit dem Auto. Jedoch gehören ganze 66 % des Raumes. Fair ist das nicht!" Es brauche jetzt eine Stadtplanung, die den 3-bis 99 Jährigen gerecht wird.

Durch die Grünen Bezirkspläne würde die Lebensqualität für alle steigen, ist sich Neuroth sicher: "Tempo raus und Lebensqualität rein! Die Margaretenstraße muss Begegnungszone werden.“  Auch der "notwendige" begrünte Rückbau in der Operngasse werde eine spürbare Verbesserung für die Wohnbevölkerung und Geschäfte bringen.

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