Sogar Linzer Autofrühling im Schatten des Reaktor-Unfalls

Der Fukushima-Horror warf am vergangenen Wochenende seine Schatten sogar auf den Linzer Autofrühling im Designcenter. Während europäische und amerikanische Hersteller ihre aktuellsten Top-Modelle präsentierten, bemühten sich Automarken aus Fernost um Schadensbegrenzung: Keinerlei Strahlen-Risiko!
Zukunftsweisende Elektromobile, wirtschaftlich lohnende Personenwagen mit erdgas-tauglichen Triebwerken und dazu Cabrios sowie Sondermodelle, unter anderem aus den Häusern BMW, Opel, Volkswagen – insgesamt 275 Neuwagen-Kreationen wurden auf 10.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche dem heimischen Publikum präsentiert.

Mit Honda, Mitsubishi, Nissan und Toyota zeigten auch Japans führende Personenwagenhersteller im Linzer Designcenter Flagge, stellten sich unterschiedlich gut vorbereitet den besorgten Fragen von Autofans: „Sind diese Fahrzeuge nach den Produktionsstopps in Japan überhaupt lieferbar?“, oder: „Was, wenn die Autos gefährlich verstrahlt sind?“

Für Toyota gibt Sebastian Obrecht vom Generalimporteur Frey in Wien (bisher insgesamt 550.000 Autos in Österreich verkauft) „Entwarnung“: „Die aktuell bestellten Neufahrzeuge befinden sich bereits seit Wochen auf dem Transport, wurden also schon vor dem Reaktorzwischenfall verschifft. Außerdem werden mehrere Modellreihen in Frankreich oder der Türkei produziert. Und: Radioaktiv belastete Autos oder Fahrzeugkomponenten kommen keinesfalls in den Export!“

Carlo Korosa
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