Wien

Sohn sperrte seinen Vater im Keller in Wien ein 

Nach einem Streit rund um die Steuererklärung sperrte ein Sohn seinen Vater im Keller ein. Erst nach sechs Stunden wurde er von der Polizei befreit. 
Heute Redaktion
27.07.2023, 15:33
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Am Mittwoch musste sich der Sohn nun vor dem Wiener Landesgericht für Strafsachen wegen Freiheitsentziehung verantworten. Er hatte seinen Vater, einen bekannten Arzt, sechs Stunden lang im Keller eingesperrt. 

Mutter rief aus London die Polizei

Der Sohn, ebenfalls Arzt, ist wegen Freiheitsentziehung angeklagt. Wie die "Kronen Zeitung" berichtet, habe er seinen Vater nach einem Streit samt Schlägerei und Körperverletzung in den Heizungskeller gesperrt. Die Tür sperrte er mit einer Bratpfanne und Waschmaschine ab.

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Die Mutter war zu der Zeit in London. Nach einem Telefonat mit ihrem Sohn rief sie die Polizei. Die Beamten befreiten den Vater schließlich aus seiner Keller-Gefangenschaft. 

Anwältin plädierte auf diversionelle Einigung

Anwältin Astrid Wagner plädierte laut "Krone"-Bericht auf eine diversionelle Einigung. Ihr Mandat übernehme die volle Verantwortung, die Familie habe sich wieder versöhnt. "Die Eltern wünschen sich sehnlich, dass das aus der Welt geschaffen wird", so die Anwältin. 

Die beiden Ärzte hatten um die Steuererklärung gestritten. Der Vater habe mehrmals angeboten, seinem Sohn zu helfen. Als die Frist aber abzulaufen drohte, habe er ihm aber immer noch nicht die Nummer der Steuerberaterin gegeben. 

Anwältin Astrid Wagner vertrat den Jung-Arzt vor Gericht.
Denise Auer

Sohn wollte nicht noch einmal in psychiatrische Klinik

Die Entscheidung seinen Vater einzusperren, basiert auf einem alten Trauma. Vor 17 Jahren hatten die Eltern ihren Sohn nach einem Streit von der Polizei abholen lassen. Die Beamten brachten ihn zuerst ins Otto-Wagner-Spital, dann in die Kinderpsychiatrie am Rosenhügel.

"Ich wollte nicht nochmals auf den Rosenhügel kommen", so der 33-Jährige. Er gab an, den Vater nach dem Streit medizinisch begutachtet zu haben, die Verletzungen seien nicht böse gewesen. Dass er dem Vater mit Faustschlägen die Nase brach, dürfte er wohl übersehen haben. Dafür habe er dem Vater Essen, Trinken und einen Schlafsack in den Keller gebracht. 

Ein Gutachten attestierte dem Sohn zwar eine Anpassungsstörung, aber keine höhere Abnormität. Der Richter verurteilte ihn zu einer Geldbuße von 7.000 Euro verurteilt. Der Angeklagte nahm die Strafe an, bleibt unbescholten. "Ich hoffe, dass ich Sie bei Gericht nie wieder sehe", schloss der Richter die Verhandlung.

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