Soldat erschoss Kamerad: Lokalaugenschein in Wien

Tatrekonstruktion am Freitag in Wien: Ali Ü. musste, unter strenger Bewachung, nachstellen, wie er seinen Freund Ismail M. erschossen hatte.

Zahlreiche Medien, der verdächtige Ali Ü. (22), ein Schusswaffensachverständiger, der Staatsanwalt, Haft- und Rechtsschutzrichter, sechs Justizwachebeamte (davon vier vom Einsatzkommando) sowie die renommierten Verteidiger Farid Rifaat und Manfred Stöger-Arbacher erschienen um 10 Uhr direkt am Tatort bei der Kaserne in der Vorgartenstraße.

Der Beschuldigte musste ungefähr nachstellen und erklären: Wie ist er in den Container rein und wie löste sich der Schuss? Der 22-Jährige, der sich bis dato kaum erinnern hatte können, gab an, gestolpert zu sein und dabei soll sich der Schuss gelöst haben. Der 20-jährige Kamerad war sofort tot.

Dass bei der Tatrekonstruktion ein fabrikneues StG77 verwendet wurde, rügte Verteidiger Manfred Arbacher-Stöger sofort: "Die Tatwaffe war alt und somit abgenützt." Denn die Verteidigung geht nach wie vor von einem Unfall aus. Wie berichtet, hatte der 22-jährige Soldat am 9. Oktober des Vorjahres seinen Freund und Kameraden erschossen.

(Lie)

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