Österreich

Soldat war mit Rekruten grillen – 720 Euro Strafe

Heute Redaktion
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"Schaden ist ja keiner entstanden", sagte der Soldat vor Gericht.
"Schaden ist ja keiner entstanden", sagte der Soldat vor Gericht.
Bild: Erwin Scheriau

Wegen einer delikaten Angelegenheit musste ein Soldat (36) heute in St. Pölten auf die Anklagebank. Er war mit 2 Grundwehrdienern mit einem Heeres-Lkw zur Grill-Meisterschaft gefahren.

Ein Händchen fürs Fleisch, aber wenig Gespür für Dienstvorschriften dürfte ein Unteroffizier im Mai in NÖ gehabt haben. Der 36-Jährige ließ zwei Grundwehrdiener das Equipment für die Grill-Staatsmeisterschaft in Horn in einen Heeres-LKW einladen und fuhr ins Waldviertel.

Beim der Meisterschaft (Anm.: 1. International Grill Open mit der 20. Österreichischen Grillstaatsmeisterschaft) "kochte" der Oberstabswachtmeister mit seinem Team auch groß auf, lieferte ein großartiges Ergebnis und errang die Bronze-Medaille. Nach dem Erfolg räumten die zwei Grundwehrdiener wieder alles in den Bundesheer-Lkw und es ging zurück in die Kaserne in Niederösterreich.

Vor Gericht in St. Pölten bekannte sich der Soldat zwar grundsätzlich schuldig, meinte aber: "Ganz so war es auch nicht. Es war eine Ausbildungsfahrt für die zwei jungen Soldaten. Bei Praxisfahrten kann ich wählen, wo es hingeht. Und: Schaden ist ja keiner entstanden." Der Richter verurteilte den Unteroffizier zu 720 Euro Geldstrafe wegen Missbrauch der Amtsgewalt. Das Urteil ist nicht rechtskräftig. (Lie)

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