Soldat steigt mit dem Sturmgewehr in einen Zug

Der Soldat bestieg mit einem Sturmgewehr den Zug.
Der Soldat bestieg mit einem Sturmgewehr den Zug.Bild: ORF/privat
Soldaten im Zug sind an sich nichts ungewöhnliches. Soldaten mit gut sichtbarem Sturmgewehr eher schon. In Oberösterreich ist nun genau das passiert.
Da blickte so mancher Fahrgast ziemlich verunsichert und überrascht, als am Montagmorgen ein junger Bundesheersoldat in den Zug in Richtung Wels einstieg.

Der Grund: Der junge Mann hatte gut sichtbar (also nicht etwa in einer Tasche) ein Sturmgewehr umgehängt. Einer der verunsicherten Passagiere machte Fotos, die er an den ORF Oberösterreich sendete.

Bleibt die Frage: Ist das überhaupt erlaubt?

CommentCreated with Sketch.31 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Der oö. Militärsprecher Gerhard Oberreiter beantwortet gegenüber dem ORF die Frage recht eindeutig: "Soldaten dürfen das Gewehr auf keinen Fall übers Wochenende mit nach Hause nehmen. Waffen müssen immer in der Kaserne verbleiben. Es ist verboten, sie mitzunehmen."

Der Soldat bestieg mit einem Sturmgewehr den Zug. Links unten sieht man den Lauf der Waffe.
Der Soldat bestieg mit einem Sturmgewehr den Zug. Links unten sieht man den Lauf der Waffe.

Ausnahme Marschbefehl



Aber natürlich gibt es auch Ausnahmen: Hat der Soldat einen "Marschbefehl", so darf er die Waffe von einer Kaserne in die andere transportieren. Das allerdings kann im konkreten Fall nicht möglich gewesen sein, weil es in Bad Schallerbach (Bez. Grieskirchen) keine Kaserne gibt.

Die ÖBB haben übrigens auch sehr genaue Vorschriften, was den Transport von Waffen betrifft. "Grundsätzlich dürfen keine geladenen Waffen mitgenommen werden. Ungeladene Waffen dürfen, getrennt von der Munition mitgeführt werden, aber nur, wenn sie wie die Waffe in einer geschlossenen Transportbox verwahrt sind", so Pressesprecher Karl Leitner zum ORF.

Disziplinarstrafe möglich



Beim Bundesheer hat man mit der ganzen Sache freilich wenig Freude. "Wir wissen derzeit nicht, wer das war", so Oberreiter zu "Heute". Allerdings droht dem Mann im Fall, dass man ihn ausforscht, eine Disziplinarstrafe. "Ist es ein Grundwehrdiener wird er wohl Ausgangsverbot bekommen, ist er Berufssoldat droht eine Geldstrafe", so Oberreiter.



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