Soldat wegen Hitlergruß zu 15 Monaten Haft verurteilt

Bild: Reuters

Ein 43-jähriger Berufssoldat wurde am Dienstag wegen nationalsozialistischer Wiederbetätigung zu 15 Monaten bedingter Haft verurteilt. Der Verurteilte hat vor anderen Soldaten mehrmals den Hitlergrup gezeigt - er bekannte sich stets als nicht schuldig.

Der Mann aus Oberösterreich, der am Dienstag vor dem Schwurgericht in Salzburg stand, soll seinen Kollegen beim Militär zwischen 2008 und 2010 mehrmals den Hitlergruß gezeigt haben. Dafür wurde er nach dem Verbotsgesetz 3g schuldig gesprochen und (nicht rechtskräftig) zu 15 Monaten bedingter Haft verurteilt.

Die strafbaren Handlungen geschahen laut Anklageschrift bei einem Katastropheneinsatz in der Steiermark und mehrmals in der Schwarzenbergkaserne in Salzburg. Von dem Vorwurf, auch wiederholt das Horst-Wessel-Lied (Kampflied der SA und Parteihymne der NSDAP) gesungen zu haben, wurde er freigesprochen.

Der Angeklagte selbst plädierte auf "nicht schuldig", er sah das Ganze als ein Retourkutsche von einigen seiner Kollegen. Er darf weiter Soldat bleiben, die Richterin sah von einem Amtsverlust ab.

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