"Fassungslos und traurig"

Israelischer Soldat zerstört Jesus-Figur mit Hammer

Ein israelischer Soldat zerschlug im Südlibanon eine Jesus-Statue. Die Armee bestätigt das Foto und entschuldigt sich bei Christen.
Nick Wolfinger
20.04.2026, 21:50
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Ein Bild eines israelischen Soldaten, der im Süden des Libanon eine Jesus-Statue zerstört, sorgte für Empörung im Internet. Nun hat die israelische Armee bestätigt, dass die Aufnahme echt ist. Der Fall sorgt international für große Empörung bei Christen.

Sowohl Armee, Außenminister als auch Premier Netanjahu haben sich mittlerweile entschuldigt und versprechen Konsequenzen. Das Verhalten des Soldaten stehe im "Widerspruch zu den Werten, die von den Angehörigen des Militärs erwartet werden", teilte ein Sprecher der israelischen Streitkräfte (IDF) mit.

Figur von Kreuz geschlagen

Das Foto zeigt einen IDF-Soldaten, der mit einem großen Hammer auf den Kopf einer Jesusfigur einschlägt. Die Statue war offenbar zuvor von ihrem Kreuz entfernt worden.

Dorf von israelischen Truppen besetzt

Das beschädigte Kruzifix befand sich im Dorf Debl nahe der israelischen Grenze. Das vorwiegend von Christen bewohnte Dorf wurde im Zuge des Konflikts von israelischen Truppen besetzt.

Die Armee nehme den "Vorfall" sehr ernst, hieß es in einer Stellungnahme auf X. Das Verhalten des Soldaten stehe im "Widerspruch zu den Werten, die von den Angehörigen des Militärs erwartet werden".

Premier entschuldigt sich

Am Montag meldete sich Israels Premier Netanjahu auf X zu Wort. Er sei, "so wie die überwältigende Mehrheit der Israelis, fassungslos und traurig, dass ein Soldat der israelischen Streitkräfte (IDF) im Südlibanon eine katholische Ikone beschädigt hat." Die Militärbehörden würden bereits strafrechtliche Ermittlungen durchführen, versprach der Regierungschef "angemessen harte Disziplinarmaßnahmen".

Israels Außenminister Gideon Saar bezeichnete die Tat als "beschämend und schändlich". "Wir bitten für diesen Vorfall um Entschuldigung bei jedem Christen, dessen Gefühle verletzt wurden", so Saar auf X.

Die Armee kündigte "geeignete Maßnahmen gegen die Beteiligten" an und will mit der Gemeinde zusammenarbeiten, um die Statue wieder an ihren ursprünglichen Platz zu bringen.

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