Soll es Menstruationsurlaub geben?

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Sollten Frauen mit starken Regelbeschwerden einen Urlaubstag bekommen? Die Mehrheit einer Umfrage ist dafür.

Starke Regelbeschwerden betreffen ein Drittel aller Frauen. Eine Umfrage von "karriere.at" zeigt, dass in Österreich verstärktes Interesse und Zuspruch für das Thema herrscht.

47 Prozent der Arbeitgeber dafür

Die Mehrheit der befragten Arbeitnehmer gibt in der Umfrage an, dafür zu stimmen. Jedoch ist auch fast ein Viertel dagegen und fast gleich viele Teilnehmer sind für eine Regelung über Sonderurlaub. 14 Prozent würden einen Tag für sinnvoll halten. Auch bei den Arbeitgebern ist die Quote hoch. Von den 105 von "karriere.at" beauftragten Unternehmensvertretern sind 47 Prozent für die Einführung eines solchen Tages. 29 Prozent würden Mitarbeiterinnen freigeben, wenn Medikamente keine Linderung versprechen.



Für viele ein Tabu-Thema

Die Praxis ist anderorts bereits schon länger gültig. Für Frauen mit besonders starken Menstruationsbeschwerden gibt es in einigen Ländern bereits einen bis zwei zusätzliche freie Tage. In Japan können Frauen seit 1947 einen Extra-Tag frei nehmen. In Indonesien und Taiwan sind es sogar zwei Tage. Vereinzelt gibt es Unternehmen, die selbstständig eine "menstrual policy" einführen wie etwa das Sportbekleidungsunternehmen "Nike", die es bereits 2007 vormachten, und die Eventfirma "Coexist" in Großbritannien, wo es seit drei Jahren so eine Regelung gibt. Immerhin würden viele Frauen eher angeben, Magenschmerzen zu haben statt zyklusbedingtes Unwohlsein als Entschuldigungsgrund.

(GA)

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