Sommer 2017: 26 tödliche Badeunfälle in Österreich

Badeunfall am Neufelder See forderte ein Todesopfer.
Badeunfall am Neufelder See forderte ein Todesopfer.Bild: Thomas Lenger
Von Anfang Mai bis Ende August 2017 sind in Österreich mindestens 26 Menschen bei Badeunfällen ums Leben gekommen, drei in Niederösterreich.

Die meisten Todesopfer in den Sommermonaten und im späten Frühjahr gab es nach einer APA-Zählung auf Basis von Polizeiberichten in Kärnten, gefolgt von Oberösterreich und Wien. Offizielle Unfallstatistiken für den heurigen Sommer liegen noch nicht vor.

Im ganzen Jahr 2016 ertranken laut Statistik Austria in den heimischen Badegewässern 25 Personen aus dem Inland und vier Personen aus dem Ausland. Laut einer Hochrechnung des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KFV) auf Basis der beiden Vorjahre haben sich seit Jahresbeginn heuer zudem bereits rund 3.400 Menschen über alle Altersstufen hinweg bei Badeunfällen so schwer verletzt, dass sie im Spital behandelt werden mussten. Das bedeute eine leichte, aber nicht signifikante Steigerung gegenüber den Vergleichsmonaten in den Jahren 2015 und 2016, wo jeweils rund 3.300 im Krankenhaus versorgte Verletzte verzeichnet wurden.

Drei tödliche Badeunfälle in NÖ

In Niederösterreich haben in den vergangenen Monaten drei Badeunfälle tödlich geendet. Ein 88-Jähriger war am 23. Juli beim Schwimmen in der Donau in Krems untergegangen, eine großangelegte Suchaktion blieb erfolglos. Drei Tage später entdeckte eine Bootsstreife der Polizei die Leiche des Pensionisten. Anfang August ist ein 22-Jähriger in der Donau bei Rossatzbach (Bezirk Krems-Land) ertrunken. Im Zuge einer Suche, bei der auch Hubschrauber im Einsatz waren, fanden Taucher den leblosen Körper des jungen Mannes. Im Juni ertrank im Stausee Ottenstein im Waldviertel ein 51-Jähriger Mann. Zeugen zufolge hatte der Mann zuvor mit den Händen gestikuliert und um Hilfe gerufen.

Im Burgenland hat am vergangenen Mittwoch ein Badeunfall am Neufelder See (Bezirk Eisenstadt-Umgebung) einen Toten gefordert. Ein 72-jähriger Wiener war beim Schwimmen untergegangen und musste von der Wasserrettung aus etwa 15 Metern Tiefe geborgen werden. Der Mann wurde reanimiert, starb aber später im Krankenhaus.

Drei Todesopfer in Wien

In Kärnten hat es in der bisherigen Badesaison nach Angaben der Wasserrettung insgesamt bereits neun Todesopfer gegeben, in Oberösterreich waren in den Sommermonaten vier Badetote und ein ertrunkenes Kleinkind zu beklagen.

In Wien kamen heuer drei junge Erwachsene - darunter ein Student aus China - beim Schwimmen im Wienerbergteich, in der Neuen Donau und im Asperner See ums Leben - sie alle konnten nur noch tot aus dem Wasser geborgen werden. Am 25. Juni starb ein zehnjähriger Bub im Krankenhaus, der wenige Stunden zuvor im Liesinger Bad vom Bademeister leblos treibend im Wasser gefunden worden war.

(wes)

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