Sommernachtskonzert mit 1.250 statt 100.000 Besuchern

Sommernachtskonzert 2020
Sommernachtskonzert 2020picturedesk.com
Die Karten wurden im Internet verlost, für 1.250 Besucher gab es zugewiesene Plätze. Auch das Sommernachtskonzert findet heuer anders statt.

Unter dem Motto "Liebe" und im Zeichen der Coronavirus-Pandemie wird das Sommernachtskonzert der Wiener Philharmoniker im Schlosspark Schönbrunn nachgeholt. Karten für 1.250 Bersucher wurden im Internet verlost, sie wurden gestaffelt zu ihren zugewiesenen Plätzen eingelassen. Ab 18 Uhr wurde der Park gesperrt. Es gelten strenge Sicherheitsmaßnahmen.

"Die Musiker sind völlig isoliert. Die anderen Bereiche sind auch genau aufgeteilt, wer auf dem Platz wo sein darf (…) und natürlich überall Maskenpflicht", beton Organisator Thilo Fechner:

In den vergangenen Jahren hatten immer rund 100.000 Zuschauer dem Konzert beigewohnt. Die Veranstalter verweisen auf die sichere Live-Übertragung im ORF, die ab 20.15 Uhr zeitversetzt stattfindet.

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Der russische Dirigent Waleri Gergijew wirkt bereits zum vierten Mal beim großen Open-Air-Konzert mit, als besonderes Highlight gibt diesmal der deutsche Tenor Jonas Kaufmann sein Debüt im kaiserlichen Ambiente.

Bühnenpersonal von Reisewarnung betroffen

"Wir müssen alle dazu beitragen, dass sich das Virus nicht so unkontrolliert verbreitet, dass es wieder zu solchen Katastrophen kommt, wie es leider in manchen Ländern schon passiert ist. (…) So singen wir halt jetzt in alle Welt hinaus. Und die vielen Menschen, die Sehnsucht nach Wien haben und es nicht erwarten können zu kommen, deren Sehnsucht erhöhen wir jetzt“, erklärte Kaufmann im Gespräch mit "Wien heute".

Die aktuelle Reisewarnung für Wien betrifft vor allem das Bühnenpersonal. Die Mitglieder der Abbaumannschaft kommen von externen Firmen aus Deutschland. „Sie sind jetzt plötzlich hier gestrandet, weil sie danach ja in Quarantäne müssen. Das ist ein bisschen eine unsichere Stimmung hier gerade am Platz“, so Fechner.

Werke von Richard Strauss, Richard Wagner und Giacomo Puccini sowie Offenbach und Massenet sind heuer mit dabei. Mit der Durchführung des Konzerts möchten die Wiener Philharmoniker aber trotz aller Umstände ein positives Signal setzen.

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