Niederösterreich

Sommerspiele Melk gehen mit "Nero" in die 62. Saison

Die Sommerspiele Melk entführen ins alte Rom. Karten können ab sofort erworben werden.
Erich Wessely
26.01.2022, 13:25

Die Sommerspiele Melk entführen in ihrer 62. Saison ins alte Rom. Auf dem Programm in der Wachauarena steht in diesem Jahr das Auftragswerk "Nero - Er wollte doch nur spielen" von Jérôme Junod. Premiere ist am 15. Juni. Mit den Musikrevuen "Glory Days" und - für die Jüngsten - "Fred Feuerlöscher" wurden weitere Eigenproduktionen angekündigt.

"Nero" greift Mythen und Legenden rund um den berühmt-berüchtigten Kaiser auf. Zur Recherche ist Alexander Hauer, künstlerischer Leiter der Sommerspiele Melk, der auch Regie führen wird, laut einer Aussendung vom Mittwoch selbst nach Italien gereist. Er habe sich "auf die Spuren des umstrittenen Herrschers begeben, der nicht nur als mutmaßlicher Mörder und Brandstifter, sondern ebenso als leidenschaftlicher Sänger und Liebhaber von Kultur und Kunst galt". Mit der Aufführung widme sich die Bühne einer der wohl kontroversesten Herrscherpersönlichkeiten der Geschichte, wurde betont.

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"Schillernde historische Figur"

"Die meisten denken bei Nero an einen Psychopathen, der besessen war von Macht. Für uns ist er eine schillernde historische Figur, die uns bis heute fasziniert. Indem wir den Kunstgriff der Fiktion oder der historischen Distanz wählen, versuchen wir jene Facetten und Widersprüchlichkeiten von Neros Persönlichkeit schrittweise herauszukitzeln, die wir auch in uns selbst finden. Diese Reflexion unserer Stärken, aber auch unserer Manipulierbarkeit, unserer Handlungsspielräume und die Frage, #wohingehenwir" sollen die Sommerspiele Melk 2022 "zu einem ganz besonderen Erlebnis" machen, so der Intendant.

Karten können ab sofort unter www.wachaukulturmelk.at erworben werden.

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