Österreich

Sonntagsöffnung zum Song Contest ist geplatzt

Heute Redaktion
14.09.2021, 14:37

Die Touristen werden nur durch die Auslagenscheiben schauen können: Am Wochenende des Song Contest bleiben die Rollbalken unten. Kammer und Gewerkschaft haben keinen einzigen Gesprächstermin geschafft.

Laut "Die Presse" werden die Geschäfte am Song-Contest-Sonntag nicht aufsperren. Die geplante Sonderregelung ist gestorben. Wirtschaftskammer und Gewerkschaft hätten sich auf einen Modus einigen sollen, haben sich allerdings nicht einmal zusammengesetzt. Also gibt es keine Einigung der Sozialpartner, die SPÖ-Bürgermeister Michael Häupl gefordert hatte, um eine entsprechende Verordnung zu erlassen.

Wer hat es verbockt?

Über die Gründe des Scheiterns gehen die Meinungen auseinander. Aus dem Büro von SPÖ-Vizebürgermeisterin Renate Brauner heißt es, die Wirtschaftskammer sei nicht in der Lage gewesen, zu einer Gesprächsrunde einzuladen. Die Kämmerer hatten offenbar geglaubt, dass der Handel mit den bestehenden Regelungen auskommt, und dass es die Sonntagsöffnung bei der Fußball-Europameisterschaft auch nicht gebracht hat.

Die Kammer will nicht schuld sein. Zuletzt hat es eine Befragung der Gewerkschaft zur Sonntagsöffnung gegeben, da hätten Verhandlungen keinen Sinn gehabt, so Handelsobmann Rainer Trefelik. Abgesehen davon hält er nichts davon, bei jedem Event eine neue Diskussion zu führen. Trefelik will mit der Gewerkschaft über eine Tourismuszone in Wien reden, in der Geschäfte immer am Sonntag öffnen dürfen.

Dass sich vor der Wien-Wahl am 11. Oktober etwas bewegt, glaubt er aber nicht. Genau diese Gespräche hätte WKW-Präsident Walter Ruck bis zum Song Contest abgeschlossen haben wollen.

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