Auf dem fünften Teilstück von Fiesch über 211 Kilometer und 4.600 Höhenmeter nach La Punt musste Österreichs Rad-Ass Felix Gall mit Rang acht und 58 Sekunden Rückstand auf den Ausreißer Juan Ayuso das Gelbe Trikot wieder hergeben. Der Osttiroler liegt nun auf dem zweiten Gesamtrang, acht Sekunden hinter dem Dänen Mattias Skjelmose, der Etappen-Zweiter wurde.
Im Tour-Tross herrschte nach der Ankunft aber große Sorge. Denn zwei Rad-Stars sind auf dem letzten Teilstück, der Abfahrt vom Albulapass, schwer zu Sturz gekommen. Zunächst soll es den US-Amerikaner Magnus Sheffield erwischt haben. Er sei in einer Kurve von der Straße abgekommen und in einen Graben gestürzt.
"Das sah sehr schlimm aus. Ich hoffe, es geht ihm gut", meinte Romain Bardet, der Sheffields Sturz aus nächster Nähe mitbekam. Der Ineos-Fahrer wurde Medienberichten zufolge mit einem Krankenwagen abtransportiert, es soll ihm den Umständen entsprechend gut gehen.
Deutlich schlimmer dürfte es den Schweizer Gino Mäder erwischt haben. Der 26-Jährige war Augenzeugenberichten zufolge ebenfalls in den Sturz verwickelt und in den Graben gestürzt. Mäder soll ersten Meldungen zufolge schwer verletzt sein. In sozialen Netzwerken machten Bilder die Runde, auf denen ein Rettungshubschrauber zu sehen ist. Wohl um Mäder abzutransportieren.
Sein Rennstall Bahrain Victorious hat via Twitter bereits bestätigt, dass der 26-Jährige in einen Sturz verwickelt war. Zum Zustand des 26-Jährigen gibt es noch keine gesicherten Informationen. Rad-Ass Lilian Calmejane hat jedenfalls ein Stoßgebet via Twitter abgesetzt . "Alle meine Gedanken sind bei Gino Mäder. Bitte, Mann, sei gesund."
Rad-Superstar Remco Evenepoel poltert im Ziel. "Ich bin nicht der Einzige, der diese Abfahrt für gefährlich hält. Wenn es um den Sieg geht, geht jeder Risiken ein. Es muss immer erst etwas passieren, bevor die Leute erkennen, dass es unverantwortlich ist."