Sorgerechtsstreit: Bub in der Burggasse "entführt"

Bild: Sabine Hertel/Privat/Heute.at-Montage

Zwei Männer zerren Klaus (4, Name geändert) Montagvormittag in einen Lieferwagen, können trotz Polizei-Verfolgung entkommen. Hintergrund dürfte ein Sorgerechtsstreit sein.

Dramatische Szenen gegen 10.30 Uhr in der Burggasse: Zwei Kastenwagen halten mit quietschenden Reifen, reißen Klaus von der Hand seines Kindermädchens los. Der Bub wird in eines der Autos gezerrt, darin warten laut Polizei seine Mutter und sein Großvater. Dann steigen die Fahrer aufs Gas. Auf der A4 kann ein Transporter gestoppt werden – Es ist allerdings der zweite Wagen, nicht derjenige, in dem sich Klaus und seine Mama befinden.

Hintergrund für das Verschwinden des Buben ist ein Sorgerechtsstreit: Vater Thomas N. (46, Name geändert) und die ungarische Mutter des Buben trennten sich 2013, beide erhielten das Sorgerecht. Während eines Heimaturlaubs erklärte die Mutter, dass sie und Klaus nicht mehr zurückkommen würden.

"Der Vater hat daraufhin das alleinige Sorgerecht beantragt", erklärt seine Anwältin Britta Schönhart. Im April 2014 holte er Klaus zurück nach Wien. Ende Juli entschied das Bezirksgericht Innere Stadt, dass der Bub zu seinem Wohle in Österreich bleiben soll. Eine Entscheidung gegen die Mutter, die jetzt offenbar zur Selbstjustiz griff …

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