Hitzestress, Armut, Hunger, Flucht: Schon jetzt leiden Kinder besonders stark unter den Auswirkungen des Klimawandels - vor allem in Ländern des Globalen Südens.
Die Klimakrise verstärkt diese Ungleichheit. Die Folgen für die Kinder betreffen alle Bereiche des Lebens: Ernährung, Entwicklung, Gesundheit. SOS-Kinderdorf unterstützt daher nachhaltige Projekte in Afrika und anderen Regionen des Globalen Südens.
„Dank der Familienstärkungsprogramme können Eltern besser für ihre Kinder sorgen.“Sophie BußjägerKoordinatorin von SOS-Kinderdorf
In den vergangenen fünf Jahren wurden beispielsweise mit dem Kinderdorf-Projekt "Greenplus" die Lebensbedingungen von 1.500 hilfsbedürftigen Familien in Uganda verbessert, darunter 5.700 Kinder und Jugendliche sowie 1.600 Erwachsene.
Die Hilfe aus Österreich wirkt: "Durch die Familienstärkungsprogramme können die Erziehungsberechtigten nun mit stabileren und grünen Einkommensmöglichkeiten besser für ihre Kinder sorgen", so Sophie Bußjäger, Programm-Koordinatorin SOS-Kinderdorf zu "Heute".
"Schon jetzt leiden Kinder besonders stark unter den Auswirkungen des Klimawandels, in Zukunft wird das weiter zunehmen. Vor allem in einkommensschwachen Ländern - da, wo Armut und Hunger groß sind und die Klimaveränderungen noch schlimmere Katastrophen verursachen", so Bußjäger.
Durch die Familienstärkungsprogramme können die Erziehungsberechtigten "mit stabileren und grünen Einkommensmöglichkeiten" besser für ihre Kinder sorgen. Anfang 2024 startete das Projekt "Sure" mit Finanzierung des österreichischen Klimaministeriums in Uganda.
Ziel war es, bedürftige Frauen und Jugendliche besser vor den Folgen des Klimawandels zu schützen. Dabei werden die landwirtschaftlichen Methoden an den Klimawandel angepasst, neue, umweltfreundliche Jobs geschaffen sowie effiziente Kochmethoden und Solaranlagen eingeführt.
Bei den Workshops des "Sure"-Projekts vermitteln Kinderdorf-Experten den Eltern vor Ort grundlegende Kenntnisse von Finanzen - und "was die Vorteile sind, wenn man Geld anspart". Meist werden die Finanzmittel in die Viehzucht, Hausrenovierungen oder in Notfälle investiert.
Darüber hinaus werde der Abnutzung natürlicher Ressourcen durch Wiederaufforstung begegnet, so Bußjäger zu "Heute".
Laut UNICEF-Bericht leiden weltweit 920.000 Kinder unter Wasserknappheit, 820 Millionen - mehr als ein Drittel aller Kinder - unter Hitze. 570 Millionen Kinder seien Überschwemmungen ausgesetzt, 400 Millionen Buben und Mädchen sind durch Wirbelstürme gefährdet.