Welt

Sotschi bläst "Beseitigung" von Straßenhunden ab

Heute Redaktion
14.09.2021, 02:48

Eine Ausschreibung der Stadtverwaltung von Sotschi zur "Beseitigung" von mehr als 2.000 streunenden Hunden und Katzen im Vorfeld der Olympischen Winterspiele hat große Proteste ausgelöst. Da sich keine Firma für die Arbeit beworben hatte, wurde das Angebotnun wieder zurückgezogen.

  im Vorfeld der Olympischen Winterspiele hat große Proteste ausgelöst. Da sich keine Firma für die Arbeit beworben hatte, wurde das Angebotnun wieder zurückgezogen.

In dem Aufgabenfeld der Ausschreibung, die Ende März online gestellt worden war, stand, dass Patrouillen zwischen fünf und acht Uhr morgens auf den Straßen der Stadt im Südosten Russlands geplant seien, um die streunenden Tiere zu "beseitigen".

"Sind nicht grausam"

Die Stadt verteidigte ihre am Donnerstag damit, dass viele der Tiere krank seien und die Krankheiten weiter verbreiteten. Zudem würden Kinder häufig von den Tieren angegriffen. "Wir sind nicht grausam", sagte ein Sprecher der Stadtverwaltung, "wir wollen nur das Problem lösen".

Proteste erfolgreich

Am vergangenen Wochenende hatten örtliche Aktivisten gegen das Vorhaben demonstriert und gefordert, die Tiere stattdessen zu sterilisieren oder in Heime zu bringen. Die Stadtverwaltung will nun tatsächlich das erste Tierheim der Stadt für streunende Tiere errichten.

Offiziellen Angaben zufolge wurden in Russland zwischen 2000 und 2010 insgesamt 400 Menschen von streunenden Hunden getötet. Allein in der Hauptstadt Moskau werden demnach jährlich mehr als 13.000 Menschen gebissen.

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