Ein 65-jähriger armenischer Staatsangehöriger sowie ein 54-jähriger österreichischer Staatsbürger stehen im Verdacht, in weiten Teilen Österreichs mehrere Scheinfirmen gegründet zu haben.
Die Vorwürfe im Detail: Die zwei Männer sollen Drittstaatsangehörige mit gesundheitlichen Problemen gegen Bargeldzahlungen nach Österreich geholt haben. Anschließend meldeten sie diese als Kommanditisten, also beschränkt haftende Gesellschafter, ihrer Scheinfirmen an, um dadurch in Österreich pflichtversichert zu sein und somit Zugang zum Gesundheitssystem zu erlangen.
Seit 2012 soll das Duo mit dieser Masche in Wien und anderen östlichen Bundesländern tätig gewesen sein. Die Höhe der Schadenssumme beträgt nach Angaben der Landespolizeidirektion Wien rund 2,5 Millionen Euro. Es wird in rund 120 Verdachtsfällen ermittelt. Die beiden Hauptverdächtigen befinden sich in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen der Abteilung Fremdenpolizei und Anhaltevollzug Wien (AFA), unter der Leitung der Staatsanwaltschaft Wien, sind derzeit noch im Gange.