Sozialmärkte: 10 Prozent mehr Kunden

Bild: Helmut Graf

Immer mehr Wiener müssen in Sozialmärkten einkaufen. Um bis zu zehn Prozent ist die Anzahl der Kunden seit 2014 angestiegen. Gründe: Arbeitslosigkeit und steigende Kosten für Wohnen und Co.

500 Wiener gehen täglich in einem Sozialmarkt des Wiener Hilfswerks einkaufen (2014 waren es 460). "Wir haben 2014 13.037 Einkaufspässe verzeichnet, im Juni 2015 ist die Zahl auf 13.935 angestiegen. Der Warenverkauf ist sogar um 40 Prozent gestiegen", sagt Heiko Nötstaller vom Wiener Hilfswerk. Voraussetzung für den SOMA-Pass: Ein Einkommen von weniger als 1.104 Euro (12 x pro Jahr). Der Warenbedarf steigt: Vor allem Reis, Nudeln und Konserven werden als Spenden von Firmen gebraucht.

Auch die Sozialmärkte des Samariterbundes benötigen mehr Grundnahrungsmittel. Privatpersonen können hier keine Lebensmittel, aber Spielzeug abgeben. "Mit 40.000 Kunden haben wir um rund zehn Prozent mehr Mitglieder als vergangenes Jahr", sagt Alexander Schiel, Betreiber von drei weiteren Sozialmärkten, "wir verkaufen 50 bis 70 Tonnen pro Monat, davon 20.000 Liter Milch."

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