Sozialwohnung auf Airbnb – Stadt wirft Mieter raus

Die Stadt Salzburg macht ernst: Ein Mieter hatte seine Sozialwohnung über Airbnb angeboten. Jetzt wurde ihm gekündigt.
Beschwerden von Nachbarn haben den Fall laut Angaben der Stadt Salzburg ins Rollen gebracht: Seit drei Jahren schon soll der Mieter einer stadteigenen günstigen Wohnung über Airbnb zumindest einen Raum seiner Wohnung Touristen als Unterkunft angeboten haben.

Pro Gast und Nacht soll der Mieter 29 Euro plus 10 Euro Reinigungs-Pauschale verrechnet haben. Das würde bei einer "Vollbelegung theoretisch eine Monats-Einnahme von mehr als 1.700 Euro – ein Vielfaches der Sozialmiete für die 44-Quadratmeter-Wohnung" betragen, rechnet die Stadt in einer Aussendung vor.

"Das geht natürlich überhaupt nicht. Da greifen wir hart durch! Sich an günstigen Wohnungen zu bereichern, ist völlig inakzeptabel", ist Wohnungs-Ressortchefin Anja Hagenauer empört.

Untervermietung untersagt

Ein Kündigungsschreiben an den Mieter sei bereits unterwegs. In den Mietverträgen für städtische Wohnungen ist ein Verbot von Untervermietung klar festgelegt.

CommentCreated with Sketch.5 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Erst Ende 2018 hatte man in einem Rundschreiben sehr deutlich auf das "Airbnb & Co"-Verbot aufmerksam gemacht. Der aktuelle Fall ist Premiere im Bereich der stadteigenen Wohnungen. Bei anderen Wohnbaugenossenschaften sind ebenfalls Fälle wegen Untervermietung über Web-Plattformen anhängig.

(ek)

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