SP-Baumgärtel zu Brief: "Absurde Kampagne"

Aufregung um Facebook-Postings der SPÖ Langenzersdorf-Seite.
Aufregung um Facebook-Postings der SPÖ Langenzersdorf-Seite.Bild: Screenshot Facebook

Nach kontroversen Facebook-Postings der SPÖ Langenzersdorf forderte VPNÖ-Manager Bernhard Ebner Konsequenzen. Christoph Baumgärtel von der SP nimmt nun Stellung.

Christoph Baumgärtel, Vorsitzender-Stellvertreter der SPÖ Langenzersdorf, nimmt im "Heute"-Gespräch Stellung zu dem Offenen Brief, den VPNÖ-Landesgeschäftsführer Bernhard Ebner an die Bundesgeschäftsführung der Sozialdemokraten gerichtet hatte.

"Bei diesem Offenen Brief kann es sich nur um einen vorgezogenen Sommerscherz handeln. Das ist eine absurde Kampagne und in einigen Punkten richtig rufschädigend", so Baumgärtel. Er bezieht sich dabei auf die Ausführungen von Ebner, dass "sich neben persönlichen Diffamierungen auch kreditschädigende Aussagen oftmals mit sexistischen oder gewaltverherrlichenden Anspielungen und Darstellungen" in den Facebook-Postings der SPÖ Langenzersdorf finden würden (den ganzen Wortlaut des Offenen Briefes lesen Sie hier).

Gefordert wurden in dem Brief Konsequenzen für die Verantwortlichen sowie ein Parteiausschluss der betreffenden Personen. "Ohne angemessene Folgen macht sich die SPÖ auf all ihren Ebenen mitverantwortlich und mitschuldig", wurde betont.

Baumgärtel sieht den Offenen Brief auch in Beziehung zu Postings der SPÖ Langenzersdorf stehen, in denen "wir die Blattlinie vom ,Kurier' kritisch hinterfragten".

Die SPÖ-Ortsgruppe aus dem Bezirk Korneuburg hatte am Pfingstsonntag via Facebook den "Kurier" heftig kritisiert. Als Grund wurde u.a. die unsympathische Darstellung der SPÖ-Bundesvorsitzenden Pamela Rendi-Wagner auf Bildern genannt. Tags zuvor wurde Sebastian Kurz (ÖVP) mit ausgestreckten Armen vor dem Hintergrund eines Raiffeisen-Logos gepostet. "Nach den Pastafari und dem fliegenden Spaghettimonster gibt es jetzt eine weitere Möchtegern-Religion. Vor allem bei Großspendern, Lobbyisten, Staatsverkäufern und Bevölkerungsverrätern sehr beliebt", stand im Begleittext.

Landeshauptfrau-Stellvertreter Franz Schnabl (SPÖ) kündigte am Mittwoch eine Prüfung der Inhalte an. "Die SPÖ Langenzersdorf hat sehr pointierte Texte auf ihrer Facebook-Seite, die natürlich extrem polarisieren", sagte der Landesparteichef der SPÖ. Es habe bereits in der Vergangenheit Gespräche mit den Verantwortlichen gegeben. "Faktum ist, wenn Grenzen überschritten wurden, gilt es auch Konsequenzen in den eigenen Reihen zu setzen", kündigte Schnabl an.

Mit dem SPÖ-Landesparteivorsitzenden stehe Christoph Baumgärtel "in sehr gutem Kontakt", er sehe der Prüfung gelassen entgegen. Dennoch gibt auch Baumgärtel zu: "Wir haben ein Team aus jungen Mitarbeitern und manche Postings sind in der Vergangenheit über die Grenze des guten Geschmacks gegangen. Dafür haben wir uns auch entschuldigt". Man stehe aber weiter für eine kritische Polit-Auseinandersetzung – auch auf Facebook.

(wes)

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