Die SPÖ Wiener Neustadt hat nach einer Rauferei unter Jugendlichen am Donnerstagabend eine Petition für die Wiedereröffnung des 2001 geschlossenen Wachzimmers am Bahnhof und für mehr Polizei-Personal gestartet. Dabei handelt es sich um ein langjähriges Anliegen der Sozialdemokraten. Die ÖVP wies die Forderung nach einem Wachzimmer als "Populismus" zurück. Indes laufen die Ermittlungen nach dem Streit mit fünf Verletzten weiter. Über einen 15-Jährigen wurde U-Haft verhängt - "Heute" berichtete hier.
"Der Bahnhof ist ein sozialer und sicherheitspolitischer Hotspot, und einer der größten in Österreich", hielt Vizebürgermeister Rainer Spenger (SPÖ) am Montag in einer Aussendung fest. Die Schutzzone sei offenbar "wirkungslos". Nun werden online Unterschriften für eine Wiedereröffnung des Wachzimmers gesammelt.
"Kein Wachzimmer kann Vorfälle wie diesen verhindern", konterte hingegen Vizebürgermeister Christian Stocker. Der ÖVP-Politiker verwies in einer Aussendung auch auf "erfolgreich eingerichtete Schutzzonen". Gänzlich gelöst sei die Sicherheits- und Integrationsfrage in Wiener Neustadt leider noch nicht, wie der Vorfall zeige. Stocker rief dazu auf, "Sachpolitik statt Populismus in den Vordergrund des politischen Handelns zu stellen".
Für Spenger sei dennoch klar: „Wir lassen nicht locker, die Wiener Neustädter Bevölkerung und alle PendlerInnen haben ein Recht auf Sicherheit.“