Mit einem Facebook-Posting sorgt jetzt Elisabeth Mathes, stellvertretende SP-Vorsitzende der SP in Langenrohr (Tulln) für Aufregung: „Auch wenn es für manche Menschen nicht korrekt ist, bin ich dennoch wieder für Arbeitslager (...) speziell für: Kinderschänder, Vergewaltiger, Tierquäler, Bombenleger, Mörder usw.“ Gefängnis sei eine zu harmlose Bestrafung.
Für sie stehe fest: "Anstatt, dass wir alle friedlich miteinander leben können, zerstören einige Sautrotteln (sorry, aber das musste sein) die Gesellschaft und die Zukunft!"
Kritische Kommentare auf ihr Posting verteidigte die SP-Frau wie folgt: "Da geht es nicht um Politik, sondern um den Schutz der Schwachen. Der Kuschelkurs hat auch nichts gebracht. Oder? Ich spreche es aus, was sich viele Menschen denken und im Zweiergespräch sprechen. Ich schreibe es hier öffentlich, weil ich weiß, dass ich ein Multiplikator für andere Menschen bin."
Ins rechte Eck wolle sie sich nicht rücken lassen: "Bitte nicht mit Nazis vergleichen. Es geht darum, dass diese verurteilten Menschen z.B. im Straßenbau oder Schienenbau mit Fußfessel und unter polizeilichen Überwachung 12 Stunden arbeiten und 1 Stunde Mittagspause. Die Sträflinge werden in der Früh zur Baustelle geführt und am Abend wieder abgeholt. Sie sollen die Schuld abarbeiten und nicht absitzen."
SPNÖ-Landesgeschäftsführer Wolfgang Kocevar zeigt sich vom Posting not amused, sagt aber: "Wir können und wollen nicht jedes Posting unser FunktionärInnen und Mitglieder kontrollieren. Das ist eine Einzelmeinung von einer von tausenden FunktionärInnen in NÖ – die SPÖ NÖ steht selbstverständlich nicht für die Errichtung von Arbeitslagern."