SP: Steindl folgt auf Antoni im Waldviertel

Günther Steindl ist neuer, starker Mann der SP im Waldviertel.
Günther Steindl ist neuer, starker Mann der SP im Waldviertel.Bild: Kein Anbieter/CC BY-SA 3.0], Archiv/Stadtgemeinde Gföhl
Im grundsätzlich tiefschwarzen Waldviertel ist jetzt ein "alter Hase" SP-Spitzenkandidat des Wahlkreises: Ex-SPNÖ-Manager Günther Steindl.
Der Wahlkreis Waldviertel (Krems-Land und Stadt, Horn, Waidhofen/Thaya, Gmünd, Zwettl) hat einen neuen Spitzenkandidaten: Günther Steindl (47). Der Gföhler Stadtrat folgt somit Nationalrat Konrad Antoni. Dies steht seit Freitagabend (14. Juni) fest.

Günther Steindl ist in Niederösterreich kein Unbekannter, von 2008 bis 2013 war er Landesgeschäftsführer der SPNÖ, bekannt für geradlinige und pointierte Sprüche. Seit seinem Abgang als SPNÖ-Manager ist Günther Steindl Direktor bei der niederösterreichischen Gebietskrankenkasse. Der 47-Jährige ist derzeit in Seattle (USA): "In drei Tagen fliege ich zurück. Ich freue mich über das Vertrauen. Wir müssen nun gemeinsam für das Waldviertel und die Partei laufen."

Waldviertel nur ein Direktmandat

Der Schremser Konrad Antoni sagte bezüglich der aktuellen Entwicklungen gegenüber der "NÖN": Mit der Vorgehensweise mancher tu ich mir wirklich schwer – wenn man es nicht einmal schafft, mir in die Augen zu schauen und klar zu sagen, dass und warum man jemanden nicht mehr unterstützt. Ich kann mich nach elf Jahren als Abgeordneter einfach abwählen lassen, oder ich kann selbst die Konsequenzen ziehen."

CommentCreated with Sketch.0 Kommentar schreiben Arrow-RightCreated with Sketch. Nationalrat und Ex-Landesrat Maurice Androsch bedauert: "Ich habe keine Freude damit, dass wir einen Abgeordneten im Oberen Waldviertel verlieren." SPNÖ-Chef Franz Schnabl will indes interne Vorgänge nicht kommentieren.

Räumt die SP bei der bevorstehenden Wahl im September nicht grandios ab, wird im Waldviertel maximal ein Direktmandat für das Parlament zu holen sein. Dann wird die "rote Hochburg" Gmünd (Anm.: meiste Mandate in den Städten Gmünd, Heidenreichstein und Schrems sowie meisten Mitglieder aller fünf Bezirksorganisationen und beste Wahlergebnisse) erstmals in der Zweiten Republik keinen eigenen Abgeordneten mehr in Landtag, Bundesrat und Nationalrat stellen (Lie)

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