Mit Spannung hatten Wissenschaftler weltweit auf diesen Moment gewartet: Am Mittwoch krachte eine ausgediente Oberstufe einer SpaceX-Falcon-9-Rakete mit rund 8700 Kilometern pro Stunde auf die Mondoberfläche.
Die südkoreanische Mondsonde Danuri war zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Die Sonde überflog die Einschlagstelle mehrmals und fotografierte sowohl vor als auch nach dem Aufprall - insgesamt entstanden acht Aufnahmen.
Wie Heise online berichtet, hat die südkoreanische Raumfahrtbehörde KASA die Bilder nun veröffentlicht. Sie zeigen deutlich: Die Mondoberfläche an der Einschlagstelle ist jetzt markant dunkler. Der Aufprall schleuderte Staub und Gestein umher und hinterließ einen Krater.
Das Very Large Telescope der Europäischen Südsternwarte in Chile dokumentierte ebenfalls die Folgen des Einschlags. Obwohl der Moment des Aufpralls selbst nicht zu sehen war, belegen die Beobachtungen das Ereignis eindeutig.
Besonders beeindruckend: Eine Trümmerwolke entstand, und Emissionen von Lithium und Natrium wurden noch fünf bis zehn Minuten nach dem Einschlag mehrere Kilometer in den Weltraum getragen.
Bei dem eingeschlagenen Teil handelt es sich um die zwölf Meter lange Oberstufe einer Falcon-9-Rakete. Sie hatte vor anderthalb Jahren zwei Landefahrzeuge privater Unternehmen zum Mond gebracht. Doch statt in der Erdatmosphäre zu verglühen, kam sie vom Kurs ab und driftete Richtung Mond - laut SpaceX nicht geplant.
In den kommenden Tagen soll auch der Lunar Reconnaissance Orbiter der NASA die Einschlagstelle überfliegen. Das Material der KASA und die Folgebeobachtungen des LRO sollen für internationale Gemeinschaftsforschungsprojekte genutzt werden.