Einfach nur in Ruhe ausspannen, das wünschen sich die Besucher der zahlreichen Wiener Freibädern. Die Sicherheit und der Schutz der Badegäste obliegt in erster Linie den Bademeistern. Weil dazu auch die Verhinderung von sexuellen Übergriffen gehört, wurden einige der Aufseher durch spezielle Schulungen zu "First Respondern" ausgebildet.
Im heurigen Jahr gab es schon 33 Fälle, wie der "ORF" berichtet. "Es gab vier sexuelle Belästigungen mit Berührung der Frauen, dreimal wurden Frauen unerlaubt fotografiert, einmal wurde unerlaubt ins Damensonnenbad geschaut", schildert Martin Kotinsky, der Sprecher der Wiener Bäder (MA 44), gegenüber dem "ORF".
Spanner-Augen am Himmel
Den Spannern droht im günstigsten Fall ein Rauswurf. Doch diese steigen mittlerweile vermehrt auf HiTech-Spielzeug um. Und dagegen sind selbst die speziell ausgebildeten Badewaschl machtlos. Laut Kotinsky, kam es heuer auch zu ersten Zwischenfälle mit Drohnen, die über FKK-Bereichen kreisten.
Drohne stürzte über Gänselhäufel ab
Ein besonders kurioser Zwischenfall ereignete sich im bekannten Gänsehäufel. Eine Drohne sei über das FKK-Areal geflogen und dann mit einem Baum kollidiert. Die dreisten Besitzer rückten zur Bergung ihres Fluggeräts an – mit dem Tretboot. Sie wurden angezeigt. Ein ähnlicher Überflug soll sich auch im Krapfenwaldlbad ereignet haben, die dortigen Spanner konnten allerdings nicht ausgeforscht werden.
"Prüfen, was wir überhaupt tun können"
Laut "Presse" wissen die Wiener Bäder noch nicht genau, wie sie mit dem Problem umgehen sollen. Fangnetze? Abschießen? Abfangdrohnen? Störsender? All das erfordere entweder Mitarbeiter mit genügend Zielwasser, erhebliche Geldmittel, oder sei schlicht gefährlich für die Badegäste. "Wir prüfen, was wir überhaupt tun können", so Kotinsky gegenüber der Zeitung. (red)