Mit einem Handy, versteckt in einer Gitarrentasche, hatte ein Unbekannter im Juli in einem Zürcher Tram Frauen unter den Rock gefilmt. Am gleichen Tag ging bei der Stadtpolizei eine Anzeige ein, worauf Ermittlungen eingeleitet wurden.
Die Abklärungen der Detektive führten zu einem 45-jährigen Mann, der im Kanton Zürich wohnhaft ist, heißt es in einer Mitteilung. Er wurde Mitte Dezember durch die Kantonspolizei Zürich an seinem Wohnort festgenommen. Bei einer ersten polizeilichen Befragung zeigte er sich geständig. Die Polizei klärt nun laut Mitteilung ab, ob er für weitere gleichgelagerte Delikte in Frage kommt. Wie die Stadtpolizei dem Mann auf die Schliche kam, gibt sie nicht bekannt.
Zeugin schritt ein
Eine andere Frau hatte die Tat mitbekommen und das Opfer darüber informiert. Dieses stellte den Spanner umgehend zur Rede, doch der behauptete, er habe gar nicht gefilmt. Das Opfer blieb jedoch hartnäckig und bestand darauf, dass der Mann seine Videogalerie auf dem Handy öffnet. "Da hat er plötzlich zugegeben, gefilmt zu haben", sagt eine weitere Augenzeugin. "Er löschte die Aufnahmen und sagte sorry."
"Niemand hat interveniert"
Die junge Frau aber habe sich damit nicht zufriedengegeben. Ihr sei aufgefallen, dass der Mann noch weitere solche Videos auf dem Handy gespeichert hatte. Deshalb erkundigte sie sich nach seinem Namen und verlangte einen Ausweis. Ohne darauf zu reagieren, stieg der Unbekannte aus.
"Erstaunt hat mich, dass von den anderen Passagieren im Tram niemand interveniert hat, kein Mann wäre dem Täter gefolgt", sagt die Augenzeugin. Sie habe sich um die Frau gekümmert und zusammen mit ihr die Polizei alarmiert. Zudem schilderte sie das Ganze auf Facebook und mahnte in dem Post: "Bitte achtet auf solche Vorfälle im ÖV und meldet sie der Polizei!"
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